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Di 03.08.
Aufschrei der Jugend
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Von Kathrin Pitterling, D 2020, 1:30 Min, Filmbeginn 19:30 Uhr
Filmreihe: „Die Umwelt bewahren”
Kurzfilm: Snapshot, Ein idyllisches Plätzchen Natur.
NL 2012, 2'30 Min., Regie: Arthur van Merwijk

Seit März 2019 begleitet die Filmemacherin Kathrin Pitterling Berliner Protagonisten von "Fridays for Future": Was können sie bewegen? Und: Wie verändert sie ihr Kampf? Der Film begleitet seine jungen AktivistInnen bei ihrer Suche nach immer wirkungsvolleren Protestformen und nach lebbaren Organisationsstrukturen angesichts einer sprunghaft wachsenden Zahl von jungen MitgestalterInnen. Er beobachtet sie bei ihrer Selbstbehauptung gegenüber den Versuchen erwachsener Einflussnahme und nicht zuletzt bei der Bewältigung der ungeheuer herausfordernden Arbeit zur Vorbereitung und Durchführung ihrer Demonstrationen und Streiks. Dabei wird deutlich: Die Proteste bringen viele von ihnen an ihre physischen und psychischen Grenzen. Einerseits erleben sie eine ungeheure Bestätigung und Selbstwirksamkeit – etwa als es gelingt, für eine Demonstration im September 2019 in Berlin über 250.000 Menschen zu mobilisieren. Andererseits überfällt sie zunehmend ein ungeheures Ohnmachtsgefühl, als sie merken, dass sie politisch weit weniger bewegen als erhofft. Ist mit ihrem friedlichen Protest wirklich etwas auszurichten? Ende 2019 verschwindet die Bewegung zudem in der medialen Gleichgültigkeit. Ganz konkret stellt sich für die jungen DemonstrantInnen immer dringlicher die Frage, halten sie und die Bewegung das aus? Und wie lange? 2020 verändert Corona die Protestform von "Fridays for Future" und trifft damit die Bewegung existenziell. Von der Aktion im öffentlichen Raum mit dem dazugehörigen Gruppengefühl in den virtuellen Raum. Wie können sich die Aktivistinnen noch in der Pandemie behaupten?