Aktuelles

www_theater-adlershof_de.jpg

 Bildquelle: www.theater-adlershof.de

 

Liebe Filminteressierte!

Es freut mich außerordentlich für das naxos.KINO, dass wir durch die hervorragende Vorbereitung von Natascha Gikas und dem Filmmuseum heute die Gelegenheit haben, der jetzt kalten Naxos-Halle zu entkommen, hier den Dokumentarfilm zu sehen und - per Skypezuschaltung - auch unser Filmgespräch mit Petra Kelling und Richard Engel hier auf der großen Leinwand führen zu können.

Mit dem Filmmuseum zusammen blicken wir auf eine lange - immer mal wieder frisch aufkeimende -  Kooperation zurück.

15 Jahre naxos.KINO sind es gerade geworden. Nun also hier auch das Ende unserer diesjährigen Corona-Ausnahme-Saison - eingemummelt in die warmen Polster...

 

 

   "Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts Leben."
    (Kierkegaard)

 

Die beiden Dokumentarfilme von Richard Engel ("Gundi Gundermann, 1982 und "Ende der Eisenzeit", 1999) sind die einzigen Filme, die Gerhard Gundermann wirklich begleitet haben.

Die übrigen gegenwärtigen Filme über ihn sind ausschießlich aus dem Nachhinein erklärend und meines Erachtens zu berechnend für den "Westblick" hergestellt.

Beurteilen sie also nun, welchen Vorteil es hat, nicht nur über Gundermann etwas zu erfahren sondern auch wirklich mit ihm...

Und entdecken sie einen wunderbaren Poeten...

 

Wolfgang Voss
naxos.KINO

 

ZU G. GUNDERMANN:
Portrait: https://verlag.buschfunk.com/kuenstler/14_Gerhard_Gundermann

Liedtexte: https://verlag.buschfunk.com/kuenstler/liedtexte/14_Gerhard_Gundermann

Homepage Gundermanns Seilschaft e.V.: http://www.gundi.de/

 

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2020
IMG_1863.jpg

Bild: v.l.n.r.: naxos-Moderatorin Marianne Spohner mit Eva Vogler und Max Stille vom NETZ Bangladesch.

Der deutsch-bangladeschische Journalist, Kameramann, Autor und Regisseur Shaheen Dill-Riaz hatte bereits seine Teilnahme am Filmgespräch über seine Dokumentation „Bamboo Stories“ zugesagt. Sein Covid 19-Test am Sonntag, 11. Oktober 2020 fällt dann positiv aus und verhindert somit seine Anwesenheit. Dennoch ist es naxos-Moderatorin Marianne Spohner gelungen, einen passenden Ausgleich für das Filmgespräch am 13. Oktober zu gewinnen: Eva Vogler und Max Stille vom NETZ Bangladesch e.V..

„Bamboo Stories“ zeigt eine im Nordosten von Bangladesch gelegene raue Welt. Darin fällen Männer seit Generationen Bambus und bringen das Holz mit riesigen Flößen zu den Großhändlern in der Hauptstadt Dhaka. Die Fahrt über 300 Kilometer mit 25.000 Baumstämmen und mehr dauert über einen Monat und ist voller Gefahren. Neben den Stromschnellen des Flusses lauern auch Diebe und Piraten auf leichte Beute. Aber die Männer haben keine Wahl, denn bei diesem Transport geht es um ihre Existenz.

Spohner befragte zunächst ihre Gäste, wie es dem Regisseur gelingen konnte, die im Film gezeigten Flößer dem Publikum dermaßen nahe zu bringen. Er kenne sowohl die bangladeschische wie auch die deutsche Mentalität sehr gut, meinte Vogler, habe er doch lange in Deutschland gelebt. So sei die Natürlichkeit im Film ganz von allein zustande gekommen. Die Nähe entstehe auch durch das Vertrauen der Personen, weil der Regisseur sein ehrliches Interesse an ihnen gezeigt habe, ergänzte Stille. Dies auch, weil der Regisseur gemeinsam mit dem Aufnahmeleiter und dem Toningenieur fünf Wochen lang mit den Flößern auf ihren Floß verbracht habe, die diesen gefährlichen Job manchmal schon seit ihrem elften Lebensjahr machten. Besonders beeindruckte das Dreierteam, mit welcher Körperbeherrschung und Eleganz die Männer ihre Arbeit ausführen.

Offensichtlich seien die Flößer sehr gern auf dem Floß. Ob das eine Flucht vor ihren Familien sei, wollte Spohner wissen. Ihre Lebenswelt sei in erster Linie die Arbeit und nicht die Familie. Auffällig sei zudem, dass die Frauen meistens lesen und schreiben können, Männer hingegen nicht, sagte Vogler. Dies sei ungewöhnlich, da die Bildungschancen von Mädchen im Durchschnitt geringer seien als die von Jungen. Obwohl die Männer offensichtlich alle gern als Flößer arbeiteten, möchte keiner, dass seine Kinder später als Flößer arbeiteten. Das bedeute ein Verbleiben in der Armut. Ein Beruf in der Verwaltung etwa sei deutlich attraktiver. Deshalb meldeten Eltern zunehmend ihre Söhne bei einer Schule an.

Denn Flößer sei kein Beruf im klassischen Sinn. Im Gegenteil, der Film zeigte, dass es sich um einen Knochenjob handelt, barfuß mit Händen und Füßen die Flöße zu lenken. Zudem beinhaltet diese Arbeit enorme Gesundheitsrisiken. Aufgrund mangelnder Bildung hätten die Männer jedoch keine andere Chance, ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner zu verdienen, so Stille, der seit 15 Jahrenbei regelmäßig ländliche Regionen des Landes besucht.

Im Fall einer schwereren Verletzung eines Flößers bestehe auch keinerlei Versicherungsschutz, denn Tagelöhner werden pro Tag bzw. Anzahl der Bambusflöße bezahlt. Bei einem Unfall seien sie auf die Unterstützung ihrer Familien angewiesen, meinte Vogler, die beim NETZ als Teamleiterin Spendendialog fungiert. Darüber hinaus stelle die Umwelt in Bangladesch weitere Risiken dar: Klimawandel, Überflutungen und Seuchen.

Vor 200 Jahren verfügte das Land noch über einen hohen Waldbestand, heute gebe es davon nur noch einen geringen Rest, sagte Stille. Aufgrund der Bevölkerungsdichte von 160 Millionen sei immer mehr Bau- und Ackerland erforderlich. Bambus sei auch insofern attraktiv, als es als Holzersatz gehandelt wird und damit auch Gewinne für die Großhändler generiert. Daher ermögliche „das Leben am Fluss“ den Bambustransport in die Hauptstadt, wo Bambusrohre oft noch als Baugerüste verwendet würden. In den Dörfern auf dem Land hingegen bestehe ein „Haus“ aus Lehm und Bambus. Mindestens ein Drittel der Bevölkerung sei infolge der Corona-Pandemie von Armut bedroht, so der Geschäftsführer von Netz.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2020
IMG_1849.jpg

Foto: naxos-Moderatorin Hilde Richter (r.) mit Julia Krohmer vom Senckenberg Forschungszentrum Biodiversität und Klima, Frankfurt (Mitte), und Karen Schewina von der SoLawi42 (Solidarische Landwirtschaft) und Mitglied im Ernährungsrat Frankfurt.

Fairtrade-Produkte, Secondhandshops und biologische Ernährung. Die Konzepte dahinter sind klar, aber nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Weitaus mehr muss sich verändern, damit ein markant anderes Leben und Wirtschaften möglich ist. Soll sich explizit die Landwirtschaft verändern, so müssen auch andere entscheidende Lebensbereiche umgekrempelt werden: etwa Energie, Wirtschaft, Demokratie, Bildung. Das Filmprojekt „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ zeigte Interviews mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Menschen, die in anderen wirtschaftlichen und sozialen Systemen leben. Der Film lief am 6. Oktober 2020.

Den Film bezeichnete Hilde Richter als „Feuerwerk von Ideen und Lösungsansätzen“ und fragte nach, was davon auch in Frankfurt möglich sei. Zunächst gelte es, Wissen dort einzubringen, wo es etwas bewirken könne, z.B. Grundlagenwissen zu vermitteln, damit andere auf Biodiversität umsteigen könnten, meinte Julia Krohmer. Allein beim Klimawandel liege Deutschland bereits zwei Grad über dem Klimadurchschnitt: „Es ist nicht Fünf vor, sondern Eins vor Zwölf“. Denn derzeit verliere man bereits 100 bis 1000 mehr Arten als in einem „normalen“ Entwicklungszyklus.

Nach lokal-regionalen Erfolgen befragt, meinte Karen Schewina, dass es Frankfurt als Finanzmetropole mit ganz spezifischen Problemen zu tun habe. In Sachen Energie stehe die Stadt eher hinten an, bei der Verkehrsberuhigung seien deutliche Fortschritte festzustellen. Richter fragte nach, wie man Menschen für Veränderungen gewinnen könne und ob es reiche, aufs Auto zu verzichten und weniger zu fliegen. „Menschen müssen kleine Erfolge erzielen“, sagte Schweina. In Sachen Ernährung bedeute das zu lernen, welche alternativen Lebensmittelquellen neben den Supermärkten bestünden. Also Anbau von Obst und Gemüse bei lokalen Biobauern über Transport und Logistik bis hin zum Verbraucher. Dazu gehöre Ernährungsbildung mit Beratung, Exkursionen und damit verbundenen neuen Erfahrungen

Zu neuen Lebensbereichen zählte Krohmer auch alternative Parteien und Organisationen, die unterstützt werden müssten. Auch sollte der geplante, jedoch umstrittene neue Stadtteil im Frankfurter Norden zukunftsgerecht gestaltet werden. „Für die Landwirte dort ist das ein rotes Tuch“, ergänzte Schewina, da es sich um ein sehr fruchtbares Landwirtschaftsgebiet handele. Daneben feierten Schrebergärten allgemein ein „Revival“, in Frankfurt allein 16.000 Gärten.

Beim Klimaentscheid scheine Frankfurt nach Ansicht Krohmers „noch nicht genug Fakten zur Umsetzung“ bereit zu haben. Hier sei umfassendes Klimahandeln das Ziel. Der ökologische Fußabdruck vermittle einen Überblick über individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Schließlich kam das Gespräch auf das Thema einer regionalen Währung für einen regionalen Kreislauf, der, als allgemein anerkanntes Gemeinschaftsprojekt, regionale Unternehmen fördern solle. So hatte bereits Rob Hopkins von der Bewegung „Cities in Transition" (CIT) in der Stadt Totnes im englischen Devonshire eine eigene lokale Währung geschaffen, das Totnes Pound, das von Dutzenden von Händlern in der Innenstadt angenommen wurde und dadurch den allgemeinen Wohlstand verlagerte. Auch in Deutschland entwickelten sich Ansätze zu digitalen Varianten alternativer Währungen, deren Akzeptanz zunähme, obwohl Bargeld immer noch eine große Rolle spiele. Insgesamt wurden Zusammenhänge erkennbar, die menschliches Leben auf der Erde auch in den nächsten 50 bis 100 Jahren ohne existenzielle Katastrophen ermöglichen sollen.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2020
IMG_1843.jpg

Bild: v.l.n.r.: die Regisseure Malte Rauch und Eva Voosen, Claudia Battistella, Leiterin der Walldorf-Mörfeldener Heimatmuseen und naxos-Moderator Andrej Bockelmann.

Bei der Premiere von „Die Rollbahn“ 2003 haben die beiden Filmemacher Malte Rauch und Eva Voosen „erst einmal auf Zuschauer gewartet“. Mit zehn Besuchern sei man damals „in eine Kneipe gegangen“ und habe dort das Filmgespräch geführt. Ganz anders am 29. September 2020: Das naxos-Kino war trotz Corona und eines anfänglich technischen Problems mit der Filmübertragung sehr gut besucht. naxos-Moderator Andrej Bockelmann eröffnete deshalb das Filmgespräch mit den beiden Regisseuren Malte Rauch und Eva Voosen sowie Claudia Battistella, der neuen Leiterin der Walldorf-Mörfeldener Heimatmuseen, einfach vorab und vervollständigte es im Anschluss an den Film.

Insgesamt 1.700 ungarische Jüdinnen wurden 1944 aus dem KZ Auschwitz in das KZ-Außenlager Walldorf bei Frankfurt gebracht. Sie mussten als Zwangsarbeiterinnen der Baufirma Züblin die Fundamente für die erste Betonpiste des Frankfurter Flughafens legen, dem Vorläufer der späteren Startbahn West. Nur 200 von ihnen haben das Kriegsende überlebt. Auf Einladung der Walldorfer kehren 19 Frauen im Jahr 2000 an den Ort des menschenverachtenden Arbeitseinsatzes zurück. Sie landen im November 2000 auf der Rollbahn, die sie 56 Jahre zuvor zwangsweise hatten bauen müssen.

„Wir hatten ursprünglich gehört, dass während des Kriegs im Frankfurter Stadtwald Frauen zur Arbeit verpflichtet, später erschossen wurden“, sagte Rauch. Etwa zehn Jahre später erfuhr er in einem Artikel der Frankfurter Rundschau, dass einige der überlebenden Frauen nach Frankfurt kommen würden: „Das war unsere erste Spur“. Parallel dazu hatten bereits drei junge Männer, damals Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei, wichtige Recherchen vor Ort angestellt und damit erfolgreiche Voraussetzungen für das weitere Vorgehen geschaffen: Obwohl Zeitzeugen im Winter 1944 die jungen Mädchen nur in leichten Sommerkleidchen mit Papier alter Zementsäcke darunter bekleidet und mit Strohwickeln an den Füßen gesehen hatten, herrschte noch 30 Jahre später eisiges Schweigen darüber. Dort habe es nie ein Lager gegeben, man habe nichts gewusst, so Zeitzeugen im Film. Schließlich wurde das Lager abgerissen und der Boden aufgeforstet. Später fragte eine Ausschreibung in Walldorf, wer sich an jene Zeit erinnern könne. „Wir sind dabei an Schüler der 13. Klasse eines Walldorfer Gymnasiums gelangt, die uns dabei unterstützt haben, die Geschichte am Leben zu erhalten“, sagte Voosen.

DiskussionLagerWalldorfSpontane Reaktionen der Besucher auf Bockelmanns Frage nach den Eindrücken, die der Film hinterlassen hat: Habe nie von einem Außen-KZ in Walldorf gehört, bin über Bücher oder Rundfunk darauf aufmerksam geworden, mich hat bewegt, dass die Menschen damals nichts gewusst haben wollten, mir wurde berichtet, dass die Frauen von SS-Männern durch die Stadt geführt wurden, ich weiß, dass einzelne Familien Lebensmittel über die KZ-Absperrzäune für die Insassen geworfen haben.

Daraufhin berichtete Battistella, dass internationale Jugendgruppen von 2005 bis 2014 den ehemaligen Küchenkeller des Lagers ausgegraben hätten: „Auch Enkelkinder von dort überlebenden Frauen haben sich aktiv daran beteiligt“. Heute führe sie Schulklassen und die unterschiedlichsten Vereine durch die Museen, denn „die Namen der Opfer dürfen nicht vergessen werden“. Rauch sprach von Schulfilmwochen mit mehr als 1000 interessierten Schülerinnen und Schülern – in Deutschland wie in Ungarn.

Für diejenigen, die meinten, es müsse doch jetzt mal gut sein mit dem Thema KZ, sei Battistella die falsche Adresse: „Auch heute machen wir Veranstaltungen gegen Rassismus und Verschwörungstheorien“. So habe es gedauert, bis sich die Menschen in Walldorf im Nachhinein eine „Mitschuld eingeräumt“ hätten. „Die Bevölkerung steht heute voll hinter dem Projekt, so dass aus einem ehemaligen Tabu-Thema ein normales geworden ist“.

Die Firma Züblin habe zwar Geld (als Entschädigung) gezahlt, habe sich aber bei keiner der überlebenden Frauen entschuldigt. In der Firmenchronik spart das Unternehmen das Thema weiterhin aus. In einer Kurzpassage heiße es lediglich, man sei damals gezwungen worden, die Frauen einzustellen, was Battistella jedoch nicht glaubt. Rauch zeigte sich enttäuscht, dass bis heute weder ARD noch ZDF den Film ins Programm genommen haben: „Die Programmdirektoren fragen mich immer wieder, warum wir die Walldorfer gegen Züblin aufhetzen wollen und schlagen – wenn überhaupt – eine Sendezeit gegen Mitternacht vor. Wenn hingegen über neue Gebäude berichtet wird, fällt auch immer der Name Züblin“.

Heute gibt es in Walldorf eine Gedenkstätte, die über den ausgegrabenen Fundamenten der ehemaligen Kantine des Arbeitslagers errichtet wurde. Dazu hat die Stadt Walldorf 50.000 Euro gestiftet und engagiert sich für den Erhalt des Geschichtsbewusstseins zu dieser „braunen“ Zeit bei den Menschen.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2020
IMG_1828.jpg

Bild: naxos-Moderatorin Marianne Spohner (l.) mit Karin Zennig von der „Initiative 19. Februar Hanau" und Hermann Schaus, MdL DIE LINKE, Fraktion im Hessischen Landtag.

Zusammen mit anderen Betroffenen rechter Gewalt berichten Ibrahim Arslan, Mai Phương Kollath und Osman Taşköprü von den Erlebnissen, die sie bis heute prägen und wie sie durch Medien, Politik und Gesellschaft gleich zweimal Opfer öffentlicher Attacken wurden. Mala Reinhardt fragt in ihrem Film „Der zweite Anschlag“, warum viele Opfer rechtsradikaler Gewalt bis heute die gleichen Erfahrungen machen müssen: angefeindet und kriminalisiert. Er lief am 22. September 2020 im naxos.Kino.

Zum anschließenden Filmgespräch unter Moderation von Marianne Spohner kamen Karin Zennig, Vertreterin der „Initiative 19. Februar Hanau" und Hermann Schaus, der auch Stellvertretender Vorsitzender des Lübcke-Untersuchungsausschusses ist. Einen Tag später, am 23. September 2020, waren die betroffenen Familien zu Gast bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sagte Zennig. Die Forderungen der Familien beliefen sich auf eine angemessene Erinnerung der Opferperspektive, soziale Gerechtigkeit bezüglich ihrer prekären Situation, eine lückenlose Aufklärung sowie politische Konsequenzen mit Entnazifizierungen aus öffentliche Ämtern und ein Anti-Rassismus-Programm.

Dem entgegen beklagte Schaus die Insensibilität der Behörden gegenüber den Hinterbliebenen in Hanau, den institutionalisierten Rassismus seitens der Behörden sowie die Tatsache, dass legale Waffenbesitzer rassistische Morde begehen konnten: „Das ist ein Versagen der kommunalen Behörden“. So wurde der „Einzeltäter“ nach Hanauer Ermittlungslage zum psychisch Kranken deklariert. Bundeskanzlerin Merkel habe zwar eine lückenlose Aufklärung angekündigt, so Zennig, aber nichts sei bisher geschehen. Die Familien seien nicht zu Wort gekommen. Vielmehr mussten sie ihre Trauer und Traumatisierung selbst überarbeiten, um halbwegs über die Katastrophe hinwegzukommen. Vor diesem Hintergrund habe sich die „Initiative 19. Februar Hanau" gegründet.

Schaus saß im NSU-Untersuchungsausschuss, einem von dreizehn Untersuchungsausschüssen. In einer Innenausschusssitzung in Kooperation mit der „Initiative“ wurde u.a. ein Antrag mit Fragen zu den Polizeiversäumnissen eingebracht. Es sei weniger um die Mordermittlungen gegangen, als vielmehr um das Behördenversagen. Dabei kamen kontroverse Ergebnisse heraus. So sollen die Unterlagen des Berichts für 120 Jahre geheim bleiben, weil z.B. 541 Akten nicht mehr gefunden wurden, wie Schaus betonte. „Der allgemeine Teil wurde öffentlich gemacht, das waren 38 von 250 Seiten“. Ansonsten habe der Ausschuss geschwärzte und fehlende, also Leerseiten erhalten.

Heute treten die Familien der Opfer nicht mehr bei offiziellen Versammlungen auf. Sie wollten sich laut Zennig nicht mehr den rhetorischen Entgleisungen seitens der Polizei in Richtung Diskriminierung aussetzen sowie unter einem Behördenversagen aufgrund zahlreicher nicht ermittelter Hinweise leiden.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2020
hlderlin02.jpg

Podium Willy Praml und Rolf Lambert

 

Es war eine gute Entscheidung des Moderators Willy Praml, das Filmgespräch mit einem sofortigen Einstieg des Publikums beginnen zu lassen.

Die Fragen und Anmerkungen waren entsprechend zahlreich.

Der Einstieg des Dokumentarfilms war dramatisch: die Entführung Hölderlins am 11. Sept. 1806 in die psychiatrische Zwangsbehandlung.

Dann jedoch versachtlichte sich der Film mit vielen Expertenbeiträgen, ohne an Tempo zu verlieren.

Das Filmgespräch mit Rolf Lambert stellte einen Hölderlin heraus, der mit seinen politischen Hoffnungen (Französische Revolution), der Liebe (Susette Gontard), seiner Anerkennung im Literaturbetrieb (Goethe und Schiller) und allgemein der bürgerlichen Stellung einerseits allseits gescheitert, der aber die absolute Konsequenz sucht und lebt, der die gesamte Existenz riskiert und gerade deshalb "so bei sich selbst" ist. Ein Dichter, der mit seiner fließenden Dichtung wie kein zweiter in die Zukunft sieht, die Sprache und Formen in die Tiefe der Zukunft schleudert.

Aus heutiger Sicht auch Analytiker und schärfster Kritiker der Globalisierung; beschreibend unsere postmodernen rasanten Probleme: Fremdsein - Heimat - das Eigene.

Aber der Film musste auch vieles aussparen: z. B. den Philosophen, z. B. die übermächtige Mutter.

Warum ist Hölderlin selbst so wenig zu hören?

Wenige Passagen nur wie in einem Loop?

- Ein Grund ganz praktischer Natur: die Kooperation mit Arte, und die französische Fassung, in der möglichst wenig Übersetzungsarbeit geleistet werden sollte. Zum Anderen Widerstände, für Lyrik überhaupt einen Sendeplatz zu finden. 

Schließlich im weiteren Lauf der Geschichte die Vereinnahmung Hölderlins durch alle - am rücksichtslosesten im Nationalsozialismus, das Tabusein in Deutschland und endlich die Rezeption in der französischen Germanistik durch P. Bertaux ("Hölderlin der Jocobiner"). Die Forschung kam wieder in Fluss...

Willy Praml spannte dann den Bogen zur "Alleinheit" (Hen kai pan) und zur aktuellen Antigone-Inszenierung: Antigone erfüllt, erkennt und bricht letztlich den Fluch, der auf den Generationen liegt - und Hölderlin verknüpft Mythos und Religion.
"Die Versöhnung von Mythos und Monotheismus, von Dionysos und Christus unter den Bedingungen der von Kant eröffneten Moderne war die Grundmelodie seines Denkens und ist ein entscheidender Schlüssel zu seinem Werk."

Rolf Lambert stellt die Frage zum Schluß, welcher Dichter heute wohl so konzentriert und so für sich selbst steht wie Hölderlin - "der Verrückte(?) im Turm":
- Vielleicht der Schlingensief?

 

Wolfgang Voss

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2020
IMG_1817.jpg

Bild: naxos-Moderatorin Hilde Richter (l.), mit Dr. Marianne Schmidbaur vom Cornelia Goethe Centrum und Chris Hey-Nguyen, Projektreferent an der Landesfachstelle „Queere Jugendarbeit" im Hessischen Jugendring.

„Dick“ ist die englische Kurzform für Richard, in der Umgangssprache aber auch Ausdruck für den männlichen Penis. Darauf zielt die Doku „Dicktatorship – Machos made in Italy“ ab. Allein dort soll es 887 Spitznamen für den „Dick“ geben. Der Film lief am 8. September 2020 auf naxos. Als Gäste für das Filmgespräch hatte Hilde Richter, naxos-Moderatorin, Dr. Marianne Schmidbaur vom Cornelia Goethe Centrum und Chris Hey-Nguyen, Projektreferent Landesfachstelle „Queere Jugendarbeit" im Hessischen Jugendring, vor Ort.

In der Dokumentationen ging es um die Vorherrschaft der Männer: gesellschaftlich verankerte Rollen¬muster und die Krise des Feminismus. Italien dient hier als Fallstudie. Die (schwulen) Protagonisten Gustav und Luca untersuchen die fünf „Säulen", von denen sie glauben, dass sie der Schlüssel zum Erfolgsrezept des Patriarchats sind: das Bildungs- und das politische System, die Medien, die Kirche und die Familie. „Unglaublich viele Themen, was hat Sie besonders interessiert?“, eröffnete Richter das Filmgespräch. In Schmidbaurs Wahrnehmung sei der Film „lustig und liebevoll“, wenn er danach frage, was heute Männlichkeit bedeute. Über seine Zugänglichkeit rege er zudem „zum Denken an“, meinte Hey-Nguyen. Allerdings seien auch gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Männern „nicht frei von Macho-Dynamiken“. Einzelne Sequenzen seien auch In Sachen Rollenverteilung „idealisiert“, so Schmidbauer, beispielsweise wenn eine Frau sich zum Mann wandele und vergleichbare „Macho-Verhaltensweisen“ annähme. Sie bezog sich auf einen im Film gezeigten „Transmann“, von Beruf Friseur, der auf der Straße schon von Geburt her als Mann wahrgenommen werden wolle und auf die damit verbundenen „Privilegien“ abziele.

Auch Antifeminismus boomt im Film. So stellt die Psychologin Nicoletta Malesa fest, dass Männergewalt keine Krankheit einzelner, sondern ein kulturelles Problem sei. Der Pornostar Rocco Siffredi gibt Auskunft über den Mythos vom Latin Lover. Der Männerforscher Michael Kimmel berichtet von einem Versuch mit Affen und Testosteron. Und die ehemalige Präsidentin der Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, berichtet von den Übergriffen, denen sie allein durch ihre Präsenz im politischen Raum ausgesetzt war. Demgegenüber trügen auch Frauen dazu bei,, das traditionelle Rollenverhalten zu stabilisieren. Allein durch den Sprachgebrauch, eine Frau als Arzt oder Präsident zu bezeichnen, stütze das patriarchische Prinzip.

Männer könnten etwas gewinnen, wenn sie männertypisches Verhalten ablegten, Frauen sollten Männern die Angst nehmen, Schwäche zu zeigen, war aus dem Publikum zu hören. Es sei für Männer aber schwierig, Schwäche zu zeigen. Das Thema Gewalt als kulturelles Problem blieb oft an der Oberfläche hängen, so ein weiterer Besucher. Auch wurde auf Macho-Gewalt gegenüber Homophilen nicht eingegangen. Schmidbaurs Schlusswort: „Gleichberechtigung ist noch nicht erreicht“.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2020
IMG_1806.jpg

Bild: naxos-Moderatorin Carola Benninghoven mit ihrem Gast Andreas Hesse, der als intimer Kenner Kubas und der kubanischen Filmszene gilt.

Der Dokumentarfilm „Suite Habana“ von Fernando Pérez aus dem Jahr 2003 lässt den Zuschauer 24 Stunden am Leben in der kubanischen Hauptstadt teilhaben. Er zeigt ein knappes Dutzend Menschen in ihrem Alltag. Seine Montage folgt den Tageszeiten mit Beobachtungen von Menschen, die am Abend im Nachtleben aufblühen. Der Film lief am 1. September 2020. Das Filmgespräch führte naxos-Moderation Carola Benninghoven im Anschluss mit Andreas Hesse, Mitorganisator des jährlich stattfindenden Festivals „Cuba im Film“ im Filmforum Höchst.

Alle Personen im Film sind authentisch, nichts ist gespielt, eröffnete Benninghoven das Gespräch. Das bestätigte Hesse, den der Film an Walter Ruttmann erinnerte, den bedeutendsten Vertreter des deutschen abstrakten Experimentalfilms, und dessen Werk „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ von 1927. Gleichermaßen schlug er einen Bogen zum bekanntesten Vertreter des amerikanischen Realismus, Edward Hopper, der in seinen Bildern eine Atmosphäre der Einsamkeit des modernen Lebens ausdrückt. „Auch Pérez gelingt es ohne Ton, nur anhand von Bildern und Geräuschen, eine Atmosphäre von Bilderwelten zu schaffen“, sagte Hesse.

Die internationale Kritik habe den Film nach Erscheinen hoch gelobt, ihn aber auch als Anklage gegen das System interpretiert: auf der einen Seite Mangelwirtschaft und kritische Zustände der Infrastruktur, auf der anderen behutsame Fürsorge im Umgang miteinander. Fazit laut Hesse: „Das Land kann in kein spezielles Schema gepresst werden“.

Wirtschaftlich habe sich die Lage inzwischen leicht zum Positiven entwickelt, meinte Benninghoven, wobei der Tourismus aufgrund von Covid 19 erhebliche Einbußen zu verzeichnen habe. Obwohl die Infektionsrate relativ niedrig erscheine, rolle mittlerweile eine zweite Coronawelle speziell über Havana, meinte Hesse: „Das kann zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führen. Die Trump-Administration erschwert den Devisenfluss seitens der Exilkubaner. Der öffentliche Verkehr ist quasi lahmgelegt“.

Von Benninghoven angesprochen auf a) die Landwirtschaft und b) die Gesundheitsversorgung, meinte der intime Kuba-Kenner, die Monokulturen seien die Basis für eine hohe Importnotwendigkeit. Parallel dazu fehle es an Flugzeug-Treibstoff für die Aussaat aufgrund der derzeitigen US-Blockade. Die Gesundheitsversorgung sei kostenlos, weil der Export von Medikamenten nach Lateinamerika und Afrika ein wichtiger Geldbringer zur Finanzierung des Gesundheitswesens sei. „Aber insgesamt ist die Situation prekär“. Hesse verwies auf ein „permanentes Krisen- und Notfallmanagement, paralysierte Reformen, mangelnde Liberalisierung der Landwirtschaft und das Urübel allgegenwärtiger Korruption“.

Die große Revolution sei vorbei, erwähnte Benninghoven abschließend und fragte nach der politischen Einstellung der jüngeren Generationen. Diese wanderten oftmals aus ins Exil, andere „kritisieren ihre revolutionär-verklärten Opas“, sagte Hesse. Generell müsse das vielschichtige Kuba zu einer neuen Normalität zurückfinden.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2020
IMG_1791.jpg

Bild: naxos-Moderatorin Marianne Spohner (l.) mit ihren Gästen Yvonne Hanke und Dr. Bernd Werse, Centre For Drug Research, Goethe Uni, Frankfurt

Ob Multiple Sklerose, Epilepsie, chronische Schmerzen oder gar Hirntumore. Die Liste der Krankheiten, die Cannabis angeblich heilen kann, ist lang. In immer mehr Ländern wird die Substanz für medizinische Zwecke zugelassen. Cannabis wurde im 20. Jahrhundert zur Einstiegsdroge erklärt und verboten. Der Konsum wird als direkte Vorstufe für härtere Drogen per Gesetz streng verfolgt.

Vor diesem Hintergrund liefen auf naxos am 25. August 2020 die Filme „Cannabis auf Rezept“ und „Israel: Koscher kiffen“. Zum Filmgespräch kamen Yvonne Hanke und Bernd Werse, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitbegründer des Centre For Drug Research an der Frankfurter Goethe-Uni. Moderiert hatte das Filmgespräch Marianne Spohner, naxos.Kino.

Cannabis als Medikamentierung solle nur dann angewandt werden, wenn alle anderen Medikamente nicht mehr helfen und eine schwere Krankheit vorliegt. Die Wirkstoffe seien das Entscheidende. Hier müsse man „spielen, denn der eine wird high, der andere geht down“, sagte Bernd Werse, Mitbegründer des Centre For Drug Research an der Goethe Uni in Frankfurt.

Vom Papier her gelte das Gesetz als liberal. Das sei darauf zurückzuführen, dass sich Betroffene bis dahin durchgeklagt hätten, weil zuvor alles aus den Niederlanden importiert wurde. „Frankfurt will die Situation für cannabisabhängige Patienten verbessern“, so Werse weiter. Das Problem sei aber der illegale Beschaffungsmarkt. So gebe es etwa Abhängige, die zehn Gramm pro Tag benötigten, weshalb viele illegal privat anbauten und somit an kriminelle Grenzen gerieten.

„Viele Konsumenten werden von außen als abhängig bezeichnet, verstehen sich aber als Selbstmedikamentierer“, sagte Yvonne Hanke, ebenfalls vom Centre For Drug Research. Insgesamt bekämen immer mehr Leute medizinisch Cannabis verschrieben. Sie selbst sei aufgrund eigener Abhängigkeit zur Initiative gestoßen. „Sehe ich aus wie eine Süchtige?“, fragte sie in den Raum.

Seit 2017 ist Cannabis in Deutschland legalisiert und verschreibungsmöglich. Das Hauptproblem der Betroffenen sei, einen Arzt zu finden, der ihnen Cannabis verschreibt und eine Diagnose erstellt. Alternativ würden Antidepressiva eingesetzt, bei chronischen Schmerzen führe das jedoch zu einer extremen Behinderung.

„Als erstes sollte man sich an den Hausarzt wenden, der jedoch keine Rezepte ausstellen darf, aber hilfreiche Tipps geben kann“, sagte Hanke. Ihre Organisation helfe den Betroffenen dann weiter, etwa beim Erstellen der notwendigen Unterlagen. Problematisch werde es, wenn es sich herumspreche, dass ein Arzt Cannabis verschreibt. Über kurz oder lang werde dann seine Praxis von Patienten „überschwemmt“. Auch so könne dann ein weiterer illegaler Beschaffungsmarkt entstehen.

 

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2020
IMG_1775.jpg

Bild: naxos-Moderatorin Carola Benninghoven (l.) im Gespräch mit Sigrid Jacob, Leiterin des Freiwilligenzentrums Offenbach, sowie dem Offenbacher Diplompsychologen Werner Gross

„Trockenschwimmen“ handelt nicht nur vom Schwimmen. Der Film dreht sich auch um das Alter, die Angst vorm Tod und den Willen nach Leben. Das naxos.Kino zeigte den Dokumentarfilm am 18. August 2020.

„Es geht um Mut, sich etwas zu trauen und um das Erfüllen von Träumen“, eröffnete Moderatorin Carola Benninghoven das anschließende Filmgespräch. Ihre Gäste waren Sigrid Jacob, Leiterin des Freiwilligenzentrums Offenbach, sowie der Offenbacher Diplompsychologe Werner Gross. Letzterer meinte, Schwimmenlernen könne auch bedeuten, „das richtige Maß zwischen Sicherheit und Grenzen“ auszuloten. Daran orientiere sich vor allem das Publikum des Freiwilligenzentrums, bestätigte Jacob: Menschen, die in den Ruhestand gingen und noch eine freiwillige Tätigkeit ausüben wollten.

Hier überwinden fünf Frauen und zwei Männer zwischen 64 und 74 ihre Angst und wollen endlich schwimmen lernen. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Schüler selbst. Vom Segler bis zur Hausfrau bringt jeder seine eigene Lebensgeschichte, Ängste und Sehnsüchte mit in den Kurs. Sie nehmen mutig, zaudernd oder auch mal abwehrend in ihrer Badekleidung am Beckenrand Aufstellung und bereiten sich auf den Sprung ins kalte Wasser vor.

„Sie setzen ihren Willen durch, während des Älterwerdens etwas Neues zu erleben“, sagte Jacob. Denn wahrgenommen werde der ältere Mensch, wenn er etwas Ungewöhnliches tue. Eine derartige Haltung verstehe sich auch als ein Auflehnen gegen das Vorurteil: Du bist viel zu alt, das kannst Du nicht mehr. „Sich ein Ziel zu setzen, hält einen jung“, ergänzte Gross, räumte aber auch ein, sich erst später etwas zu trauen, könne auch heißen, erst jetzt dazu Zeit zu haben.

Rolf Henning

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2020