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Frankfurt am Main, 21. März 2017

Die Entwicklung John Lennons zum Antikriegsaktivisten war im Anschluss an den Dokumentationsfilm das Diskussionsthema. Gerd Becker, Vorstandsmitglied der naxos.Kino-Gruppe, und Holger Marcks vom Excellencecluster Normative Orders der Goethe-Uni sprachen mit den Gästen.

Bereits Ende der 1960er-Jahre beginnt die politische Radikalisierung Lennons. Gemeinsam mit Yoko Ono organisiert er Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, die berühmten "Bed-Ins" in Amsterdam und Montreal und schafft mit „Give Peace a Chance" die Hymne der Friedensbewegung. Lennon klinge moralisierend mit seiner permanenten Forderung nach Frieden, meinte Gerd Becker, betonte aber, dass die Thematik noch heute aktuell sei.

Lennon schreibt vor allem politische Protestlieder. Darin thematisiert er unter anderem den Aufstand in der Attica Correctional Facility, die Black Panther-Bewegung, den Nordirlandkonflikt und den Dichter und Anarchisten John Sinclair, der 1969 in den USA wegen des Besitzes von zwei Marihuana-Zigaretten zu zehn Jahren Haft verurteilt wird. Lennon lässt sich in dieser Zeit aber auch von dem Anarchisten Jerry Rubin, dem Polit- und Sozial-Aktivisten Abbey Hoffmann und dem Performance-Künstler David Peel politisch instrumentalisieren, von denen jedoch keiner eine nachhaltige Politikstrategie hat.

Die deutsche Linke mit ihrem Radikalisierungsprozess ab 1968 habe Lennons Engagement eher als „eine lächerliche Performance“ abgetan, meinte Holger Marcks. Während die amerikanische Linke eher von einem Hippie-Anflug charakterisiert gewesen sei, sei die Gegenkultur in Frankreich und Deutschland weitaus radikaler ausgeprägt gewesen: „In den USA war der bewaffnete Kampf etwa der Black Panthers weitaus geringer als etwa in Deutschland“.

Die Besucher waren der Ansicht, dass Lennon aufgrund seines ausgeprägten Engagements für die Black Power-Bewegung von der Nixon-Regierung gezielt in die radikale Ecke gedrängt wurde, um ihn zu neutralisieren. „Die USA verfügten schon damals über einen ausgeprägten Mechanismus, mit dem Menschen manipuliert werden können“, unterstricht Gerd Becker. Allerdings war die Black Panther Party damals schon gespalten und hatte somit wenig oder nur ein vorübergehendes Gewicht.

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2017

Wegen der Neubauten auf dem Naxos-Gelände ist der Haupt-Zugang zur Naxoshalle momentan nur über die Waldschmidtstraße möglich! (gegenüber dem Mouson Turm)
Einzelne Besucher können seit kurzem auch den Durchgang Wittelsbacher-Allee Nr. 29 benutzen - ob als dauerhafte Lösung muss noch geklärt werden.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2016

Jetzt ist es soweit - am 4. August erfolgt der Relaunch unserer neuen Website. Can Ökmen von der WEBoXX GbR präsentierte am 14. Juli im Rahmen der Naxos-Kinogruppensitzung das öffentlich sichtbare Frontend, Walter vom Naxoskino erklärte kurz den derzeitigen Stand der Eingabemaske für die Filmdaten und den Zusammenhang zwischen Eingabefeldern und Darstellung auf der Website.

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2016

Gestern wurde von Vertretern der Initiative Respekt!, des naxos.Kinos und des WILLY PRAML THEATERS ein Schild mit der Aufschrift „Respekt! Kein Platz für Rassismus” an der Tür der Naxoshalle angebracht. Respekt! (www.respekt.tv) ist eine bundesweite Initiative mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich zum Ziel gesetzt hat, jedwede Benachteiligung von Menschen, sei es aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, aber auch wegen einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung zu verhindern. Die 2010 gegründete Initiative wird unterstützt von Partnern und Förderern sowie von zahlreichen prominenten und ehrenamtlich engagierten Personen aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik. Anlass für die Auszeichnung des naxos.Kinos war die Aufführung des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Dokumentarfilms „Ein Deutscher Boxer” von Eric Friedler im naxos.Kino, bei der zum anschließenden Filmgespräch auch der im Film porträtierte Boxer Charles „Charly” Graf - ebenfalls ein Botschafter der Initiative - anwesend war. Gleichzeitig wurde mit der Auszeichnung auch das Engagement des WILLY PRAML THEATERs für die Ziele der Initiative gewürdigt. Teilgenommen an der Veranstaltung haben auch etliche Migranten, die unter der Regie von Willy Praml das neue multinationale Theaterstück „Das Erdbeben von Chili” nach der Novelle von Heinrich von Kleist proben.
Das naxos.Kino wurde 2005 von einer Handvoll Dokumentarfilmenthusiasten und -machern gegründet und fand seinen Platz im WILLY PRAML THEATER in der Frankfurter Naxoshalle. Das nach wie vor von ehrenamtlichen Mitarbeitern betriebene Kino zeigt jeweils dienstags Dokumentarfilme aus unterschiedlichsten Bereichen, die sich mit kritischen Themen von heute oder aus der Vergangenheit beschäftigen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Programmkinos ist das anschließende Filmgespräch, zu der Regisseure, Protagonisten oder Fachexperten anwesend sind und sich den Fragen des Moderators und vor allem des interessierten Publikums stellen.

Brigitte Bach-Graß (re.) von Respekt!, Charles „Charly” Graf (Mitte) und Gerd Becker, Vorstandsmitglied des naxos.Kinos.

Anbringung des Schildes an der Eingangstür der Naxoshalle mit Willy Praml (ganz links) und seinen Schauspielern.

Willy Praml (5. von re.) und Wolf Lindner, Geschäftsführer naxos.Kino (6. von re.) sowie einige Flüchtlinge, die unter der Regie von Willy Praml „Das Erdbeben in Chili” nach der Novelle von Heinrich von Kleist proben.

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2016



Als Gast: Mario Adorf


Zuletzt aktualisiert: 02. August 2016

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2016