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Di 28.03.
Haymatloz
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Von Eren Önsöz, D 2015, 90 Min, Filmbeginn 19:30 Uhr
Filmreihe: „Geschichtsstunde”
Kurzfilm: Goodbye Mister de Vries, Mascha Halberstad, 6'00 Min, NL

Zur Festival-Eröffnung am 28. März 2017 präsentieren das naxos.Kino und das Lichter Filmfest gemeinsam den Dokumentarfilm "Haymatloz - Exil in der Türkei".

Inhalt

Als Hitler an die Macht kommt, müssen unzählige Deutsche aus ihrer Heimat flüchten.
Was wenige wissen: neben den klassischen Exilländern Amerika, der Schweiz oder England, finden auch in der Türkei viele der Betroffenen Zuflucht.

So werden die meist deutsch-jüdischen Akademiker im Zuge der Hochschulreformen Mustafa Kemal Atatürks eingeladen, die türkischen Universitäten nach westlichem Vorbild zu reformieren. Die Deutschen erhalten Schlüsselpositionen beim Aufbau der jungen türkischen Republik. Ihr Einfluss in den Wissenschaften, der Kunst und Architektur ist bis heute sichtbar.

Die Regisseurin Eren Önsöz begleitet fünf Nachfahren dieser Professoren, die ihre Kindheit und Jugend in der Türkei verbracht haben an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei.

Dabei spannt der Film einen faszinierenden Bogen zwischen Gestern und Heute und geht der Frage nach, was vom Erbe der Deutschen in der heutigen Türkei übrig geblieben ist.

Pressestimmen
„Haymatloz: dieses Wort schrieben türkische Behörden deutschen Flüchtlingen und Exilanten in der Zeit des NS-Regimes, also zwischen 1933 und 1945, in deren Fremdenpässe. Das Wort ging später sogar in die türkische Sprache ein.Die türkisch-stämmige Filmemacherin Eren Önsöz beschäftigt sich in ihrem Dokumentarfilm mit jenen deutschen Flüchtlingen, meist Intellektuellen, Wissenschaftlern und Kunstschaffenden, denen die Türkei zu Zeiten von Atatürk Tür und Tor öffnete. Viele arbeiteten an der Modernisierung der Türkei und damit auch an der Europäisierung von Verwaltung, Wirtschaft, Justiz, Bildung, Kunst und Kultur. Ganz im Sinne einer Politik, die von Staatsgründer Kemal Atatürk 1923 begonnen und von Ismet Inönü, seinem Nachfolger im Präsidentenamt, 1938 fortgesetzt worden ist.Es war ein wichtiger Kultur- und Wissenstransfer, das zeigt der Film, aber er stellt auch die kritische Frage, was davon in der heutigen Türkei geblieben ist." (Jochen Schmoldt - Journalist)

"Entfaltet einen ganz aktuellen Diskurs über die Gegenwart und Zukunft der türkischen Gesellschaft." (Christian Meyer – Filmkritiker)

"Ich bin begeistert von diesem wunderbaren, sensiblen und doch durch und durch politischen Dokumentarfilm. Eren Önsöz hat einen wichtigen Abschnitt türkisch-deutscher Geschichte aufgearbeitet und die persönlichen Schicksale der Protagonisten geschickt mit der heutigen politischen Lage in der Türkei verbunden!" (Dr. Lale Akgün - Politikerin & Schriftstellerin)

Link zum Lichter Filmfest

In Zusammenarbeit mit