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Mit der Wiederaufnahme des 1963 uraufgeführten Stückes “The Brig” von Kenneth H. Brown setzt das Living Theatre aus New York ein Zeichen gegen jede Form gewalttätiger Machtausübung. Das unter die Haut gehende Drama über das brüllend unmenschliche Innenleben eines US-Marines-Gefängnisses hat nichts von seiner erschreckenden Aktualität eingebüßt. Die Europapremiere in der Akademie der Künste Berlin und die Aktion am 1. Mai auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg lassen den Film in eine beklemmend klaustrophobische Welt eintauchen. Lange vor „Apocalypse Now” und „Platoon” testete das New Yorker „Living Theatre” mit seinem Stück „The Brig” („Der Knast”) die Belastbarkeit des Publikums. Kurz nach der Aufsehen erregenden Premiere im Jahr 1963 wurde das Theater unter dem Vorwand von Steuerschulden geschlossen, die Zuschauer kletterten am Abend darauf über die Absperrungen. Die Aufzeichnung des Stücks von Jonas Mekas erhielt 1964 auf dem Filmfestival von Venedig eine Auszeichnung. Mit „The Brig” verarbeitete Kenneth H. Brown seine 30-tägige Tortur in einem US-Marineinfanteriegefängnis im Jahr 1957 in Japan. Offenbar hat sein Stück bei der Wiederaufführung im Frühjahr 2008 in der Berliner Akademie der Künste nichts an seiner Aktualität verloren. Im Anschluss Filmgespräch mit
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Dienstag, 31. August, 20 Uhr
Naxoshalle
Zum Antikriegstag am 1. September 2010
Karin Kaper und Dirk Szuszies (2009 / 95 Min.)