Doppelfeature: Als Vorfilm zeigen wir um 18 Uhr "Solo Sunny" (Details siehe unten)!
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Der Regisseur Konrad Wolf feierte nationale und internationale Erfolge mit dem Film. Bei der Berlinale Februar 1980 gewann Renate Krössner den Silbernen Bären als „Beste Darstellerin.” Doch Sanije Torka, die reale Hauptfigur, wurde öffentlich nie erwähnt. Das authentische Interview von Jutta Voigt, das sie 1978 mit Sanije geführt hatte, wurde auch nicht veröffentlicht. Jutta Voigt: „Sanije war all das, was man in der DDR nicht sein sollte: hemmungslos, wild, ungebärdig. Sie war die Film-Sunny hoch drei. … So kam mein Name unter ‚Beratung’ in den Vorspann. Ich fand, daß auch Sanijes Name hinein gehört hätte. Doch durfte so eine Figur, besonders als authentische Person, nicht öffentlich werden.” Dieses Interview bekam die Filmemacherin Alexandra Czok von der Autorin. Sie empfand es als ein so ehrliches und spannendes Zeitdokument, dass sie auf die Suche nach Sanije Torka ging, um zu erfahren, was aus dieser widerspenstigen DDR-Künstlerin geworden war. Dabei erfuhr sie, dass Sanije Torka vor drei Jahren wegen zahlreicher Anzeigen der Prozess gemacht worden war - vor allem wegen Ladendiebstahls…
Zum anschließenden Filmgespräch erwarten wir unter anderem Regine Dobberschütz, die Gesangsstimme hinter Solo Sunny. |
Dienstag, 10. August, 18 Uhr / 20 Uhr
Naxoshalle
Ost-West
Alexandra Czok (2008 / 79 Min.)
Gespräche mit Sanije Torka inspirierten den Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zum Filmstoff für SOLO SUNNY. Die Rolle der eigensinnigen Sunny, die sich nicht in das allgemeingültige DDR-Leben integrieren lassen wollte, war ein Affront gegen den Staat und seine Doktrin, unter anderem deshalb war SOLO SUNNY einer der bestbesuchten Filme des ostdeutschen Kinos.