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Zwei Familien - ein Rätsel. Was ist während des Nationalsozialimus mit den Vätern geschehen? Beide waren Schüler einer Nationalsozialistischen Elite-Schule, einer „Napola”. Ihr Ziel war, die künftige völkische Elite zu schaffen: Die ihnen anvertrauten Kinder sollten systematisch gebrochen werden, um aus den psychischen Trümmern „Herrenmenschen” zu schaffen. Der eine Vater - Gero Karrer lebt er nicht mehr. Er hat sich zusammen mit seiner Frau umgebracht, als sich die ersten Zeichen von Alter und Krankheit meldeten. Der andere Vater ist 80jährig immer noch der Patriarch. Noch heute steht er zur Parole „Gelobt sei, was hart macht” als Erziehungsideal. Seine Kinder, insbesondere die Tochter Marianne, kämpfen bis heute damit, dass sie vom Vater nach solchen Maxime erzogen worden sind. Ist etwas vom NS-Erbe in ihre eigene Psyche eingepflanzt worden? Die Suche nach Antworten konfrontiert den Vater mit Anklagen und Fragen - und setzt sich fort bis zur Enkelin. Marva, die Tochter von Gero Karrer, kann dem Vater keine mehr Fragen stellen. Mehr als 20 Jahre nach dem Doppelselbstmord der Eltern begibt sie sich mit ihren Söhnen auf eine Spurensuche, die zur Napolazeit des Vaters führt - und zum Geheimnis der Mutter. Der Film beschreibt die Wirkung nationalsozialistischer Eliteerziehung. Prominente ehemalige NS-Eliteschüler (darunter Theo Sommer, Hellmuth Karasek und der ehemalige österreichische Justizminister Harald Ofner) schildern - teilweise an den Originalschauplätzen - den Alltag dieser Schulen. „Herrenkinder” ist ein Film über Destruktivität und den Mißbrauch von Kindern - und ein atemberaubendes Dossier über „psychische Erbschaften”: ein Film über das heimliche Fortwirken des Unheimlichen. Der Nationalsozialismus, der vor mehr als 60 Jahren in den zerbombten Städten des Reichs politisch unterging, ist in den Psychen der Nachgeborenen nur allzu lebendig.
Im Anschluss Filmgespräch |
Archiv für Juli, 2010
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Wir befinden uns anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zurzeit in der Sommerpause und setzen unser Programm am 20. Juli mit dem Film “Ein weites Feld” von Gerburg Rohde-Dahl fort. Wir bedanken uns für Ihre Treue und freuen uns, Sie bald wieder in unserem Kino begrüßen zu dürfen. Ihr naxos.KINO IM THEATER - Dokumentarfilm & Gespräch e.V. |
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Ergänzend stehen Interviews mit Lea Rosh und mit Peter Eisenman, der Initiatorin und dem Architekten des Denkmals. Meine Beschäftigung mit dem Mahnmal ruft erneut die Erinnerung an die glücklichste Zeit meiner Kindheit im besetzten Polen wach und meine damit verbundenen ambivalenten Gefühle. Wir lebten von 1940 - 1945 in Gdynia, von den Deutschen damals Gotenhafen genannt. Das Konzentrationslager Stutthof stand 50 km entfernt. Ich spreche mit meiner zwölf Jahre älteren Schwester über diese Zeit, über ihre eigenen Erinnerungen und über unseren Vater. Wir hielten ihn immer für einen harmlosen Mitläufer, erst jetzt lese ich in seinem rückschauenden Tagebuch von 1953, er habe als absolut überzeugter Nazi den „hemmungslosen Hass” auf die Juden geteilt. Leitfaden des Films ist mein innerer Prozess, den das Denkmal in mir auslöst, meine Fragen zu übernommenen Schuldgefühlen, zu Überzeugungen während der 68er Zeit und zu meinen Haltungen heute.”
Im Anschluss Filmgespräch
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„Eine persönliche Auseinandersetzung mit meiner Identität als Deutsche.
Von September 2003 bis Herbst 2007 begleite ich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum von Berlin mit meiner Kamera, vom Setzen der ersten Stelen an bis 2 Jahre nach der Eröffnung des Mahnmals. In diesen vier Jahren setze ich mich mit dessen Architektur und mit der Bedeutung des Holocaust in meinem Leben auseinander und frage viele Besucher des Denkmals nach deren Haltungen und Gefühlen dazu.