Achtung: Filmbeginn 19.30 Uhr (wg. Überlänge)
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Der Journalist und Filmautor Reinhard Kahl legt mit „Treibhäuser der Zukunft” die Ergebnisse einer Reise ins eigene Land vor. Er zeigt deutsche Schulen, in denen sich Lust und Leistung nicht beißen, sondern steigern. Aus mehr als 200 Stunden Filmmaterial, gedreht im Unterricht und Schullalltag, mit Lehrern, Schülern und Eltern, sowie mit Wissenschaftlern, montiert er das Bild einer möglichen Zukunft, die in manchen Schulen längst begonnen hat. Zugleich wird der Abstand zum häufig tristen Alltag des üblichen Unterrichts deutlich. Können wir eine Schule, in der Kinder wach, neugierig und voller Freude sind, verwirklichen, wenn wir insgeheim glauben, dass es sich mit Lernen wie mit bitterer Medizin verhält: je schlechter sie schmeckt, desto wirksamer? Warum wird Kindern immer noch so häufig mit der Zukunft und dem „späteren Leben” gedroht, statt sie dorthin einzuladen? Dass es auch anders geht, zeigen im Film u.a. die Bodensee Schule in Friedrichshafen, die Jena-Plan-Schule in Jena, das Gymnasium Klosterschule in Hamburg und viele andere zwischen Herten, Potsdam und Bremen. Es sind Schulen, die Kinder und Jugendliche hungrig machen und nicht satt. Schulen, die anziehende Lebensorte geworden sind, und nicht müde oder überdrüssig machen. Sie riskieren das eigentlich Selbstverständliche: Lernen ist eine Aktivität der Schüler. Dazu ermutigen die Lehrer. Dahin zieht und erzieht die gesamte Organisation des Alltags. Die Dokumentation trifft ins Zentrum der aktuellen Debatte um Ganztagsschulen. Das Resümee: Je mehr Zeit eine Schule hat, desto unvermeidlicher stellt sich die Frage nach ihrer Kultur. Das Thema Bildung ist, ob man es will oder nicht, immer ein heimliches oder offenes Selbstgespräch der Gesellschaft darüber, wo sie steht, woher sie kommt und wohin sie will. Im Anschluss Filmgespräch mit
Moderation: Wolf Lindner, naxos.KINO IM THEATER Dieser Filmabend findet statt in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt.
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Archiv für Oktober, 2009
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Nach der Trennung von Wildenhahn adoptiert sie zwei Jungen aus einem peruanischen Waisenhaus und beginnt, eigene Filme zu drehen. In der Dokumentation werden Rückblicke mit Tagebuchtexten, Filmzitaten und Szenen aus der Gegenwart kontrastiert. Es ergibt sich das Bild einer Frau, deren künstlerische Arbeit untrennbar mit ihrer Biografie verbunden ist und deren Lebens- und Arbeitsmotto sie selbst mit “Zuneigung” beschreibt. Im Anschluss Filmgespräch mit
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Außer der Reihe am Donnerstag!
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“Once Upon a Time Proletarian” heist im Untertitel “12 Tales of a Country”. In zwölf Kapiteln, jeweils eingeleitet durch Schwarzweißaufnahmen von Kindern, die aus einem Heft vorlesen, wirft Guo Xiaolu einen subjektiven Blick auf das gegenwärtige China in der postmarxistischen Ära. Jedes der Kapitel stellt ein Kurzportrait einer Person dar, von einem jungen Mann, der in die Stadt kam und nun als Autowäscher arbeitet, über einen alten Bauern, der sein Land verloren hat, bis zu einem erfolgreichen Hotelbesitzer. Zusammen ergibt sich ein poetisches und eindringliches Bild der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft auf der Suche nach einer neuen politischen und sozialen Identität. Im Anschluss Filmgespräch mit
Moderation: Ulrike Stiefelmayer, Deutsches Filminstitut, Leiterin Kinoabteilung. Mit freundlicher Unterstützung von Peter Schneckmann, DRACHENBRÜCKE Gesellschaft für Kulturaustausch mit Asien. |
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Das britische Truppentransportschiff “Dunera”, ausgelaufen in Liverpool, ist überfüllt mit über 2500 deutschen und österreichischen Juden, die in England ein vorläufiges Exil gefunden hatten. 60 Jahre später berichten Überlebende der „Dunera” von ihrer Odysee. Das Containerschiff “Tampa” ist überladen mit 483 Asyl suchenden Männern und Frauen aus Afghanistan. Sie sind Teil des Exodus’ von bis zu 6 Millionen afghanischen Flüchtlingen, der Anfang der 80er Jahre begonnen hat und heute, nach zwei Jahrzehnten, immer noch anhält. Australische Elitetruppen hindern die MS Tampa daran, afghanische Schiffbrüchige auf australisches Territorium zu bringen. Zwei Wochen später setzt man die Asylbewerber auf der abgelegenen Insel Nauru an Land. Zwischen beiden Ereignissen tun sich erstaunliche Parallelen auf: Deportation, Internierung, Ungewissheit. Fernab ihrer Heimat hat man die Angehörigen der beiden Flüchtlingsgruppen als Verräter, “fünfte Kolonne” oder Terroristen gebrandmarkt. Beide erlitten Verfolgung und Exil, und beide sehen einer höchst ungewissen Zukunft entgegen. Ihre Geschichten führen uns in die australische Wüste, in eine Art Niemandsland. Freund, Feind, Ausländer - kann man das alles auf einmal sein? Im Anschluss Filmgespräch mit
Moderation: Wolf Lindner, naxos.KINO IM THEATER
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Außer der Reihe am Montag!
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Was sich am Anfang nach ein wenig Abwechslung anhört, stellt Aysel’s Weltbild bald auf eine harte Probe. Der Regisseur Volker Lösch will die Narrenfreiheit des Theaters nutzen, um in die teils sehr verschlossene Welt der muslimischen Frauen vorzudringen. Während der Entstehung des Stücks wird Aysel so mit den tragischen Lebensgeschichten anderer muslimischer Frauen konfrontiert, die sie bisher nur vom Hörensagen kannte. Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte und ihren Lebensstil gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen. Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der eigenen Tradition, gerät Aysel in einen Glaubenskonflikt und wird gezwungen, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Aysel beginnt zu kämpfen, gegen Klischees, gegen die “Sittenlosigkeit” am Theater und zuletzt gegen sich selbst. Im Anschluss Filmgespräch u.a. mit
Moderation: Wolf Lindner, naxos.KINO IM THEATER Die Filmreihe „Die 1002te Nacht - Kino & Theater im Gespräch” wird gefördert vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Frankfurt
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„Heimaträume” ist angelegt als eine Passage durch die Stadt Frankfurt. Die persönlichen Spuren der Migrantinnen verschiedener Generationen führen von der Erinnerung an die Herkunftsheimat hin zu Orten und Plätzen in Frankfurt am Main, der Stadt, die ihnen zur neuen Heimat geworden ist oder noch werden soll. Wie ein Netzwerk durchziehen diese Lebenswege unsichtbar die Stadt. Im Film nimmt das Netzwerk Gestalt an und zeigt den Alltag einer europäischen Integration. Vor dem Film Im Anschluss Filmgespräch mit
Moderation: Ute Süßbrich, naxos.KINO IM THEATER
Dieser Filmabend wird gefördert von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.
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Ein überragender Film darüber, wie Schule auch bei uns gelingt. Nach der großen Irritation durch PISA sind viele deutsche Pädagogen und Politiker in Länder gefahren, die bei PISA gut abschnitten. Sie waren verblüfft, wie sehr es dem Lernen bekommt, wenn Schulen Lebensorte sind.
Der Film “Zuneigung” porträtiert mit der Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen, eine der ersten deutschen Kamerafrauen der 1970er Jahre. Die filmische Reise führt an zentrale Schauplätze ihrer Vergangenheit, erzählt von schwierigen Kindertagen im Erziehungsheim Ende der 50er Jahre sowie von einer wilden Zeit in Paris, wohin die 16-Jährige nach mehreren vergeblichen Fluchtversuchen floh. Auf Studienjahre in Berlin folgen berufliche Erfolge an der Seite ihres Lehrers und späteren Lebensgefährten, des Dokumentaristen Klaus Wildenhahn.
Soeben hat die chinesische Schriftstellerin und Filmemacherin Guo Xiaolu mit ihrem Spielfilm „She, a Chinese” den Großen Preis des Filmfestivals von Locarno gewonnen. Nun stellt sie im Deutschen Filmmuseum im Rahmen von naxos.KINO IM THEATER ihren neuesten Dokumentarfilm vor.
Zwei Schiffe, unterwegs nach Australien. Das eine, die “HMT Dunera” im Juni 1940, das andere, die “MS Tampa”, im August 2001. Es ist Hochsommer und sie nähern sich allmählich dem Äquator. Beide haben menschliche Fracht an Bord. Beide Schiffe sind hoffnungslos überladen, es fehlt an den nötigsten Dingen.

„Heimaträume” geht auf farbenfrohe und humorvolle Art und Weise mit dem Thema Integration um. Der Film schildert die Biographien von Frauen mit Migrations-hintergrund und spiegelt die entscheiden-den Momente wider, die zu ihrer gelungenen Einbindung in die Frankfurter Gesellschaft beigetragen haben.