|
. |
|
(Deutschland 2011 / 93 Min.) „Ein Messer in der Tasche, Adrenalin im Blut und einen Traum im Kopf: Gangster sein, und zwar der größte überhaupt. Yeha war 15 und nah dran an seinem Traum, als der Filmemacher Christian Stahl ihn im Treppenhaus kennenlernte. Yeha war nicht nur der nette Nachbarsjunge, sondern auch „Boss von der Sonnen-allee“. Mit 17 wird der Sohn palästinensischer Einwanderer, Rütli-Schüler mit lauter Einsen, als „Intensivstraf-täter“ nach einem Raubüberfall zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Regisseur Christian Stahl begleitet ihn durch die Jahre im Gefängnis und parallel dazu seine Familie in Neukölln. Der Zuschauer ist dabei, wenn Yehas Welt- und Gangsterbild wackelt, er in der Knast-hierarchie schnell wieder aufsteigt, sich dem Islam zuwendet und im Knast plötzlich selber Opfer wird. (…) Yeha analysiert sich und seine gesellschaftliche Realität messer-scharf vor der Kamera und kann doch nicht raus aus seiner Haut: „So bin ich aufgewachsen. Selbst wenn ich es falsch finden würde, ich würde mich gar nicht trauen, anders zu denken.“
„Gangsterläufer“ zeichnet das eindrückliche Porträt eines „Intensivstraftäters“, dessen Charme, kriminelle Energie und Reflexionsvermögen verblüffen und schockieren. Zwischen muslimischer Tradition und Gangsterträumen, Machoimage und Moschee, dem allgegen-wärtigen Krieg in der fremden Heimat der Eltern und dem Überleben in Europa. Der Film nimmt die Zuschauer mit in die Welt, um die die Integrationsdebatten kreisen, ohne sich auf diese Welt einzulassen. „Gangsterläufer geht nah – und zeigt auch, was es heißen kann, der Beste sein zu wollen. (…)“
|
Sonderveranstaltung zum Büchner-Jahr
|
Spielfilm, DDR 1979, 123 Minuten Am 19. Februar vor 175 Jahren ist der Dichter Georg Büchner mit nur 23 Jahren gestorben. Das Theater Willy Praml nimmt dies zum Anlass, Büchners Drama „Leonce und Lena“ zu inszenieren. Das naxos.Kino im Theater zeigt ergänzend dazu den Spielfilm „Addio piccola mia – die Biografie Georg Büchners“ von Lothar Warneke. Dieser klassische Spielfilm wurde schon im Jahr 1978 von der DEFA in Ostberlin produziert. Büchner wurde in Darmstadt Mitglied einer „revolutionären Verschwörung“ – er gründete die Gesellschaft für Menschenrechte!
Filmgespräch u. a. mit Theaterleiter Willy Praml und Venera Tirreno Schneider vom Literaturclub der Frauen aus aller Welt |
|
Deutschland 2010, 90 Minuten
Filmgespräch mit Matthias Hüfmeier, Begegnungszentrum Bockenheim und Uschi Frenzel-Erkert, Uni Frankfurt / Inst. f. Gerontologie A |



