+ + + AUSVERKAUFT! + + + Wiederholung: “Ernst May: ‘Eine Revolution des Großstädters’ - Architekt und Stadtplaner auf drei Kontinenten” Mittwoch 2. 9.! + + +


+ + + 10 Jahre naxos.KINO! + + +


Di. 01.09. 19:30 Uhr
Christoph Boekel

Gefördert durch Kulturamt Stadt Frankfurt

l, D 1982, 106 Min

Dieser Film dokumentiert, wie in den 50er Jahren die Wiederbewaffnung der BRD mit Lügen und  undemokratischen Methoden gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Berichte des Remilitarisierungsgegners Oskar Neumann. Bei den gewaltigen Demonstrationen gab es in Essen den ersten politischen Toten nach der Befreiung. Bis weit in die 80er Jahre wurden diese Ereignisse in den Medien unterdrückt.
So wurde auch der Examensfilm von Regisseur Christoph Boekel mit dem Titel „Der lange Atem“ von der Bayerischen Landesregierung und der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München verboten und kam in den „Giftschrank“ des Bundesarchivs in Koblenz. Wegen des Filmes drohte dem jungen Regisseur das Nicht-Bestehen des Studienabschlusses an der HFF München. Aber die „Begründungen“ des Staates waren so hanebüchen und haltlos, dass Boekels Rechtsanwalt einen Vergleich erreichte: Der Film „Der lange Atem“ bleibt im Giftschrank, aber Boekel bekommt die Urheberrechte zugesprochen. So konnte er den Film erneut schneiden, geringfügig verlängern und veröffentlichen – mit dem ironischen und trotzigen Titel „Der längere Atem“.

Zum Filmgespräch kommen Christoph Bökel und Eckart Dietzfelbinger, dessen Spezialgebiet die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik Deutschland ist, sowie Bruno Schoch von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.
gefördert durch:

frankfurt


MITTWOCH (!), 02.09., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Frankfurt im Dokumentarfilm
R: Otto Schweitzer, Eckhard Herrel, C. Julius Reinsberg.

Sonderveranstaltung der Ernst-May-Gesellschaft

188-may-tansania1Wiederholung am 2. Sept.
+ + + AUSVERKAUFT! + + +

D 2015., 90 Min.
Beim Namen Ernst May denkt man wohl in erster Linie an das Neue Frankfurt.

Innerhalb von nur fünf Jahren schuf der Architekt und Städtebauer für dieses Projekt zwischen 1925 und 1930 rund 15.000 Wohnungen, avantgardistische öffentliche Bauwerke und eine zeitgemäße soziale Infrastruktur. Er selbst sprach von der „Revolution des Großstädters“, die er seiner Vaterstadt Frankfurt damit ermöglichte. Doch das Neue Frankfurt machte nur einen kleinen Teil des OEuvres Ernst Mays aus.

In den 1930er Jahren führte ihn seine Arbeit in die Sowjetunion, wo er vor dem Hintergrund der forcierten Industrialisierung moderne Arbeiterstädte aus dem Boden stampfte.

Anschließend war er 20 Jahre als Privatarchitekt in Ostafrika tätig. Hier realisierte er nicht nur avantgardistische Villen für wohlhabende europäische Siedler, sondern übertrug mit der Erweiterung der Stadt Kampala auch sein städtebauliches Können in den afrikanischen Kontext.

Der Film spürt dem Schaffen Ernst Mays auf den drei Kontinenten nach. Vom Frankfurter Stadtteil Ginnheim bis zur Industriestadt Magnitogorsk im Ural, von Arusha am Kilimandscharo bis zum sibirischen Novokuzneck, überall fand das Team um den Frankfurter Filmemacher Otto Schweitzer bauliche Spuren Mays und hielt sie filmisch fest.
(Text: Deutsches Filminstitut)

Filmgespräch mit: Eckhard Herrel (Vorsitzender der Ernst-May-Gesellschaft)

Moderation: Wolfgang Voss


Di. 08.09. 19:30 Uhr
Stefan Haupt

Gefördert durch ROSA LUXEMBURG STIFTUNG HESSEN und STADT FRANKFURT

D/GR 2015, 105 Min.

Mit vier Jahren erlebte und überlebte der Bauernjunge Argyris in einem kleinen griechischen Bauerndorf ein Massaker der deutschen Wehrmacht und der SS, bei dem er seine Eltern und 30 weitere Angehörige verlor. Die ganze Unfassbarkeit des Krieges – wie lebt man mit einer solchen Geschichte? In den 50er Jahren kam Argyris als Waisenkind in die Schweiz und begann eine Ausbildung. Bald schon unterrichtete er an Zürcher Gymnasien, begann griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen und arbeitete später mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Seit er wieder nach Europa zurückgekehrt ist, reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her und die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger. Dieser Film ist beklemmend aktuell als Hintergrund zu der schwelenden Debatte, ob Deutschland tatsächlich Entschädigungen nach Athen zahlen muss oder soll.

Im Anschluss Filmgespräch mit Argyris Sfountouris und der griechischen Generalkonsulin aus Frankfurt (angefragt).

gefördert durch:

frankfurt


Di 15.09. 19.30 Uhr
Musik im Dokumentarfilm
Susanne Rostock

Gefördert durch ROSA LUXEMBURG STIFTUNG HESSEN und STADT FRANKFURT

USA 2010, 98 Min.

Das bewegte Leben des Harry Belafonte. Er kämpfte an der Seite von Martin Luther King Jr. für schwarze Bürgerrechte in den USA und mit Nelson Mandela gegen die Apartheid in Südafrika – weltweit bekannt wurde er mit „Daaaay-Ooo“, dem Auftakt zu dem Calypso-Hit „Banana Boat Song“. 100 Millionen Schallplatten verkaufte der mittlerweile 88-jährige Sohn karibischer Einwanderer und spielte in mehr als 40 Filmen mit. Mit lässigem Understatement, überschwänglicher Freundlichkeit und einem strahlenden Lächeln engagiert sich Belafante seit Jahrzehnten politisch – bis heute. Seine Kritik an der amerikanischen Außen- und Sozialpolitik erregt nach wie vor Aufsehen. In ihrem Film SING YOUR SONG folgt Susanne Rostock den Spuren eines außergewöhnlichen Künstlers, Aktivisten und Familienmenschen.

Die Gesprächsteilnehmer werden noch bekannt gegeben.

gefördert durch:

frankfurt


22.09. und 29.09.
Naxos-Halle
Dietrich Wagner, Rolf Bickel

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Di., 06.10., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Bettina Blümner

D 2014, 81 Min.
Die Filmemacherin hält die Kamera mit liebevollem Blick auf Menschen, die in nostalgischen Pariser Tanzcafés das späte Glück suchen. In schummrig beleuchteten Etablissements unter blitzender Discokugel entdeckt sie ihre betagten Protagonisten, die sich nicht vor den Fernseher zurückziehen, sondern das Tanzbein schwingen bei Walzer, Tango oder Paso Doble. Da sind Gino und Eugène, Anfang 70 und Anfang 80, die flirten wie die Weltmeister und immer wieder verkünden, mit einer einzigen Frau könnten sie nicht zusammen sein, und sich als überzeugte Machos gerieren, auch wenn die Potenz perdu ist. Ganz anders die beiden Frauen Christiana und Michelle, die offen zugeben, noch auf Prince Charming zu hoffen und nichts von schnellen Abenteuern halten. Und da ist noch Michel, der schicke verheiratete “Taxiboy”, der mit betuchten Damen gegen Geld über das Parkett gleitet, ihnen die richtige Schrittfolge beibringt und den Gentleman alter Schule gibt.


Die Gesprächspartner werden noch bekannt gegeben.

Gefördert durch

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Di., 13.10. 18:30 Uhr(!)
Naxos-Halle
Frankfurt im Dokumentarfilm

In Vorbereitung! - in Zusammenarbeit mit der Ernst-May-Gesellschaft

Das naxos.KINO befasst sich schon seit Jahren mit Dokumentarfilmen zu Frankfurt,
seiner Architektur und Geschichte. Als Höhepunkt in diesem Jahr ist geplant…

am 13. Oktober ab 18:30 Uhr (!) (Kartenreservierung wird empfohlen!: dokukino@bbfilm.net )

Die Lange Nacht zum “NEUEN FRANKFURT – Ernst May in Kontext”:

+ mit drei Filmen á 45 Min. 1985 - Joachim Krausse, Jonas Geist

+ der Interviewfilm mit der 101-jährigen Grethe Schütte-Lihotzky
von Véronique Goël ca. 25 Min. / Wien 1998)

+ u.a. stumme Trailer der 20er u. 30er Jahre zum Neuen Frankfurt

+ als weiterer Glanzpunkt ist die Wiederaufführung der Theaterperformance

“Zwofadolei *ein Zweifamilienhaus mit Doppelleitung” in Vorbereitung.

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gefördert von: