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Di 28.10. 19:30
Naxoshalle
Christoph Boekel, D 2013, 90 Min

2810-koste-die-dinge-walter-merz-in-seinem-atelier-am-vierwaldstattersee-2Als Walter Merz von einer Stunde zur anderen sein Gedächtnis verliert, ist er vierundvierzig Jahre alt, das war 1987. An seine Frau und seine beiden Söhne kann er sich zunächst nicht erinnern, seinen Beruf als Elektroingenieur in der Zentralschweiz muss er aufgeben. Es wurde eine seltene Form der Epilepsie festgestellt. Sie hat Teile der linken Gehirnhälfte zerstört und löscht stets von neuem Namen, Zahlen, Fakten – die Erinnerung an gelebtes Leben. Medikamente können zwar helfen, aber heilen können sie nicht. Dennoch: langsam kehren Erinnerungen an die Zeit vor Ausbruch der Krankheit zurück.

Zum Filmgespräch kommt der Regisseur Christoph Boekel.


Di 04.11. 19:30
Naxoshalle

411kein-terminal-3

Videoabend zum Thema Flughafen von Willfried Jaspers und Martin Höcker

Das Naxos.Kino und die Interessen-gemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF) erinnern an die Vergangenheit der Erweiterungen des Flughafens Frankfurt und warnen vor den Zumutungen, die noch auf uns zukommen könnten. Die Bilder zeigen die Ereignisse des ökologisch motivierten Bürgerprotestes: erst gegen den Bau der Startbahn 18 West,  dann gegen den Bau der Landebahn Nordwest und den Zuwachs an infernalischen Lärm, jetzt gegen den Bau des Terminals 3. Und in Zukunft ???. Uns geht es an diesem Abend um mehr als eine journalistische und historische Aufarbeitung der Flughafenerweiterungen.

Gleich am Anfang des Filmes sehen wir Bilder von der 100. Montagsdemo am Flughafen und unter den Protestierenden – man traut seinen Augen kaum – den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wasir! Er war einer Einladung der Bürgerinitiativen gefolgt! So paradox wie diese Szene ist das ganze Geschehen rund um den Frankfurter Flughafen.
In der Pause liest Gerd Fischer aus seinem jüngsten Buch „Fliegeralarm“. Der Krimi hat als Hintergrund den Kampf gegen die Startbahn West als Rückblick, ebenso wie der Film. Gerd Fischer nimmt auch am Filmgespräch teil, verkauft und signiert auf Wunsch seine Bücher.

Der zweite Teil des Filmes beschreibt den Neubeginn des Protests im Zusammenhang mit den Flughafenerweiterung im Jahr 2000. Es erfolgen erste Demonstrationen, es gibt 2007 eine Baumbesetzung von Robin Wood an der Stelle, wo später die A 380-Werft des Frankfurter Flughafens errichtet wird. Ab Mai 2009 entsteht im Kelsterbacher Wald ein Camp gegen die neue Landebahn. Mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn bekommen die Bürgerinitiativen erheblichen Zulauf: mittlerweile sind auch die Bürger aus Flörsheim, aus Mainz und Rheinhessen und den südlichen Stadtteilen Frankfurts vom Fluglärm gepeinigt. Dieser Bürgerprotest hat seit November 2011 bis heute über 110 Montagsdemonstrationen im Terminal 1 durchgeführt.

Zum Filmgespräch erwarten wir die beiden Filmemacher und den Schriftsteller Gerd Fischer. Hessens Wirtschaftsminister Al-Wasir und alle anderen Angefragten aus dem Wirtschaftsministerium haben leider ihre Teilnahme abgesagt. Angefragt ist noch Petra Roth.

Moderation: Wolf Lindner

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Di 11.11. 19:30
Naxoshalle
Emad Burnat & Guy Davidi, D 2013, 90 Min

1111-5-broken-cameras-kind-siedlungZur Geburt seines Sohnes kauft sich Emad Burnat, ein Bauer aus Palästina, seine erste Video-Kamera. Zur gleichen Zeit bauen israelische Siedler neue Dörfer im Westjordanland. Fünf Jahre lang filmt er sowohl die Proteste im Dorf als auch das Heranwachsen seines Sohnes. Dabei werden er und Menschen, die ihm nahestehen, Opfer von willkürlichen Verhaftungen, Zerstörung und gewaltsamen Übergriffen durch die israelischen Siedler und die Armee. Während Emad die Ereignisse dokumentiert, wird eine Kamera nach der anderen zerstört. Dabei steht jede seiner Video-Kameras für ein Kapitel des palästinensischen Widerstands. Der Film des Palästinensers Emad Burnat und des Israelis Guy Davidis zeigt die Sicht der Palästinenser. Hautnah erlebt der Zuschauer die Bedrohung durch die Siedlungspolitik der Israelis.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Palästina-Forum-Nahost in Frankfurt, dem Ökumenischen Zentrum Christuskirche und der Evangelischen Filmjury.

Zum anschließenden Filmgespräch kommen Martin Glasenapp von Medico International und Khalil Toama vom Palästina-Forum-Nahost sowie Abi Melzer, Verleger und Herausgeber der Zeitschrift „Der Semit“ (online).
Moderation: Ulrike Holler


Di 18.11. 19:30
Naxoshalle
Ventura Durall, D/ES 2014, 91 Min

franz. mit dt. UT

1811-bugarach-2Bugarach ist ein kleines Dorf in Südfrankreich, wo die Menschen in abgeschiedener Ruhe leben bis zu dem Tag, an dem die internationalen Medien die Meldung streuen, dass dort der einzige Ort sei, den nach dem Maya-Kalender angekündigten Weltuntergang zu überleben. Bald tauchen die ersten fremdartigen Besucher auf, und die Dorfbewohner befürchten von Esoterikern, Spinnern und Massenselbstmördern überrannt zu werden. Der Bürgermeister versucht die Situation unter Kontrolle zu halten, aber der Medien-Hype, den er selbst mit ausgelöst hat, nimmt seinen Lauf.
Der Film folgt ganz unterschiedlichen Menschen bei ihren Vorbereitungen auf den jüngsten Tag: Slide, ein dreizehnjähriger Zauberkünstler, der diesen Tag als seine große Chance erkennt, berühmt zu werden; Uranie, ein spiritueller Einsiedler, der einen Plan zu seiner eigenen Erlösung entwickelt; Mirko, ein von Waffen besessener Junge, der das Dorf schützen will, und Monsieur Pouce, der alles über die Geschichte der Gegend weiß und behauptet, dass im Inneren des Berges Bugarach in Wirklichkeit der Leichnam Christi aufbewahrt wird.

Zur anschließenden Diskussion erwarten wir Dr. Norbert Copray, Theologe und „Publik-Forum“-Herausgeber sowie Gründer der Fairness-Stiftung gem. GmbH,
Dr. Florian Freistetter, Astronom und Wissenschaftsautor, Lutz Büge (alias „Bronski“ der F.R.), Publizist und Autor.
Moderation: Andrej Bockelmann


Di 25.11. 19:30
Naxoshalle
Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, D 2012, 60 Min

2511-ikarus-foto-erol_gurianSie beladen und betanken Flugzeuge bei jedem Wetter: die so genannten „Loader“. Mit zwölf von ihnen entstand 2012 am Flughafen München das weltweit einzigartige Musiktheaterprojekt „Schwerer als Luft“. Eine bewegte Bildergeschichte über den Traum vom Fliegen. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieses außergewöhnlichen Musiktheaters. Im Mittelpunkt ihres Films stehen die Loader Uli Maier aus Niederbayern, Ali Tunc aus der Türkei und Mauricio Blázquez Jiménez aus Spanien. Vierzehn Monate lang begleiten die Filmautoren die drei Loader bei ihren wöchentlichen Proben am Flughafen …

Das Filmgespräch wird belebt durch die Regisseurin Stefanie Landgraf und den Regisseur Johannes Gulde.