Dienstag, 16. März 2010, 19 Uhr
Naxoshalle
Jugend-Filmreihe (1)
eine weltweite Graffiti-Dokumentation von Daniel Thouw (2007 / 63 Min.)
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Graffiti - Tags, Throwups und Pieces - sind Teil fast jeder großen Metropole dieser Welt. ALTEREGO nimmt Sie mit auf eine Reise zu neun großen Städten, in sieben verschiedene Länder und in das Leben von einigen sehr leidenschaftlichen Individuen, die sich mit ihren geschriebenen Identitäten an der Grenze von Kreation und Zerstörung, Kunst und Vandalismus bewegen.
Die Protagonisten beschreiben was sie bewegt, den öffentlichen Raum zu gestalten und für ihren persönlichen Ausdruck zu nutzen. Sie erklären ihre Arbeiten, ihren persönlichen Hintergrund und was Graffiti ihnen bedeutet. Sie sprechen über ihre Sichtweise auf Rolle und Position von Graffiti in der Kunstwelt und den Einfluss, den sie hat auf Werbung, den öffentlichen Raum und die Gesellschaft. Die Kamera folgt ihnen an Orte, die man normalerweise nicht so einfach zu Gesicht bekommen würde, begleitet sie sowohl bei ihren urbanen Missionen als auch in ihre Ateliers und ihr Zuhause.
Diese weltweite Dokumentation gibt uns einen intimen Einblick in die Details einer zurückgezogenen und öffentlichkeitsscheuen Bewegung, die gleichzeitig wohl die größte Kunstbewegung aller Zeiten ist, und dennoch oftmals nicht als solche verstanden wird. „Die Stadt sollte nicht völlig sauber sein, das reflektiert nicht die Menschen, die darin leben”, sagt Askew aus Neuseeland.
Die meisten der Protagonisten verfolgen derzeit eine professionelle Karriere, entweder als Künstler oder Designer, aber auch in Berufsfeldern, die nicht einmal entfernt mit Kunst zu tun haben. Sie kommen aus verschiedenen sozialen Umfeldern, verschiedenen Ländern und Kulturen. Aber Sie haben eine Gemeinsamkeit, in der alle diese Unterschiede unwichtig werden - ihre Liebe für die Kreation ihres Ausdrucks und alles was damit zusammenhängt.
Im Anschluss Filmgespräch
Dieser Filmabend findet statt in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt am Main.
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Montag, 22. März 2010, 20 Uhr
Naxoshalle
Filmpremiere in Kooperation mit dem Theater Willy Praml
Film-Dokumentation von Otmar Hitzelberger (2009 / 75 Min.)
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Mit seiner Produktion DIE 1002te NACHT hat sich das Theater Willy Praml im Sommer 2009 eines hoch aktuellen Themas angenommen: Das Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne.
Der Theater Doppelabend umfasste das zeitgenössische Theaterstück “Schwarze Jungfrauen” von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel, das Interviews mit jungen in Deutschland lebenden Muslima zu Monologen verdichtet und für die Bühne bearbeitet. Dem stellte Praml Friedrich Hebbels selten gespielte Tragödie “Gyges und sein Ring” aus dem 19. Jahrhundert gegenüber.
Der Frankfurter Filmemacher Otmar Hitzelberger hat die Entstehung der Theaterproduktion zwei Monate lang mit seiner Kamera begleitet und seine Eindrücke zu einer 75minütigen Filmdokumentation verarbeitet. Diese zeigen wir gemeinsam mit dem Theater Willy Praml als Premiere.
Im Anschluss Filmgespräch mit
- Regisseur Otmar Hitzelberger
- Willy Praml und das Theaterteam
Kartenreservierung über das Theaterbüro: 069 / 43 05 47 34
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Dienstag, 23. März 2010, 20 Uhr
Naxoshalle
Filmreihe "Über-Leben" (1)
ein Dokumentarfilm von Andrea Pohlmeier (2009 / 90 Min.)
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HIMMEL UND MEHR zeigt Leben und Werk der heute 92jährigen Bildhauerin Dorothea Buck, die sich nach fünf psychotischen Schüben selbst geheilt hat.
1917 geboren gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der Euthanasie. Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, was sie in die Psychose getrieben hat und entwickelt eine eigene Theorie ihrer Erkrankung. So findet sie schließlich den Schlüssel zu ihrer endgültigen Heilung. Untrennbar damit verbunden ist ihre Entwicklung zu einer ausdrucksstarken und vielfach ausgezeichneten Bildhauerin. 2008 wurde sie mit dem Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat Dorothea Buck zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und auf ihren Reisen begleitet, um diese große Lebenserzählung festzuhalten. Ergänzt wird diese durch die Außenperspektive der jüngeren Schwester, die ein Schlaglicht auf die Rat- und Hilflosigkeit von Angehörigen psychisch Erkrankter wirft.
Akzentuiert eingeschnitten zeugt Dorothea Bucks bildhauerisches Schaffen von einer außerordentlich kraftvollen Persönlichkeit. HIMMEL UND MEHR ist ein Film über eine mutige Frau - ein Film, der Mut macht.
Im Anschluss Filmgespräch mit
- Regisseurin Andrea Pohlmeier
- und weiter Gäste
Moderation: Wolf Lindner, naxos.KINO IM THEATER
Dieser Filmabend findet statt in Kooperation mit dem Modell-Projekt „Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben - Koordination und Aufbau eines Netzwerkes für Menschen mit Behinderung”, Diakonisches Werk für Frankfurt am Main.

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Dienstag, 30. März 2010, 20 Uhr
Naxoshalle
Filmreihe "Schöne Künste" (1)
ein Dokumentarfilm von Saskia Walker (2006 / 70 Min.)
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Berlin 1964. Der junge, schon berühmte Schriftsteller Uwe Johnson hat sich einen Fernseher ausgeliehen und rezensiert das Programm der DDR für den Tagesspiegel in täglichen Kolumnen. Mit den Mitteln eines genauen, unbestechlichen Chronisten und Literaten befasst er sich mit den Inhalten des Programms, lobt, kritisiert und erfindet Zeitungsenten. Johnsons Rezensionen des Ost-Fernsehprogramms im West-”Tagesspiegel” sind ein Versuch, politischen Einfluss zu nehmen und die drohende Spaltung Deutschlands aufzuhalten.
Der Film wählt elf Rezensionen aus, die von einem Schauspieler eingelesen werden. Die Themen sind überwiegend politisch und kreisen um deutsch-deutsche Gegenwart und Vergangenheit. Dabei hinterfragt Johnson die Ost- und die West-Politik gleichermaßen. Die ironischen, pointierten, aber immer sehr ernst gemeinten Rezensionen werden mit ausführlichen Ausschnitten aus den Sendungen montiert.
UWE JOHNSON SIEHT FERN gibt ein Bild der frühen 60er Jahre in Berlin, eine Befragung der Mediengeschichte des Fernsehens, Einblick in die Arbeit des berühmten Schriftstellers aus der Quelle seines Schreibens und erzählt die Geschichte der Teilung Deutschlands. Regisseurin Saskia Walker hat die Sendungen, die Johnson damals besprach, im Archiv aufgespürt und zeigt Material, das jahrzehntelang vergessen war - gefiltert durch Johnsons scharfsinnige Texte.
Im Anschluss Filmgespräch mit
- Regisseurin Saskia Walker
- Dr. Eberhard Fahlke, ehemaliger Leiter des Uwe-Johnson-Archivs Frankfurt
Moderation: Wolfgang Voss, naxos.KINO IM THEATER
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Dienstag, 6. April 2010, 20 Uhr
Depot 1899
Filmreihe "Winners & Losers" (2)
ein Dokumentarfilm von Dan Ollman, Sarah Price, Chris Smith (USA 2003 / 76 Min.)
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Mit einer Fälschung der Webseite der WTO (Welthandelsorganisation) wurde die Netzkunst- und Aktivistengruppe “The Yes Men” über Nacht bekannt. Ihr Konzept: Mitglieder der Gruppe geben sich als Repräsentanten internationaler Konzerne oder Institutionen aus, lassen sich zu internationalen Wirtschaftskonferenzen einladen und karikieren mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele.
Als sie ihre Parodie der WTO-Seite ins Netz stellen, wurde die Aktion nicht etwa als Ulk enttarnt, sondern es folgten Anfragen für Interviews und Vorträge. Sie sagten zu und nutzten die unverhofften Möglichkeiten, ihre subversiven Botschaften ‘hochoffiziell’ zu verbreiten. Im Mai 2000 etwa forderte ein gewisser “Dr. Andreas Bichlbauer” auf einer Konferenz über internationale Handelsgesetze in Salzburg im Namen des WTO-Vorsitzenden die absolute Freiheit des Handels - sogar des Handels mit Wählerstimmen auf dem Markt des Meistbietenden. Weder da noch bei Bichlbauers Hymne auf Hitlers Wirtschaftspolitik rührte sich Widerstand in der Zuhörerschaft.
Der Dokumentarfilm GLOBALISIERUNG, NEIN DANKE - DIE „YES MEN” zeigt mit einer großen Portion Humor und Selbstironie die spektakulärsten ‘Auftritte’ dieser unerschrockenen Burschen, von denen Leute wie Günter Wallraff oder Michael Moore noch einiges lernen könnten.
Auf dem Internationalen Dokumentarfilm-Festival von Amsterdam 2004 gewann das Filmemacher-Trio den Publikumspreis. Man lacht, doch es ist ein Lachen, das im Hals stecken bleiben muss, denn die (Nicht-) Reaktionen auf ihre absurden und dabei oft inhumanen „Verbesserungsvorschläge” sind in ihrer dumpfen Zustimmung zutiefst deprimierend.
Im Anschluss Filmgespräch mit
- Dr. Torsten Benkel, Politologe, Universität Frankfurt
Moderation: Wolf Lindner und Malies Ortmeyer, naxos.KINO M THEATER
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Dienstag, 13. April 2010, 21.30 Uhr
Merianplatz, Open Air
Filmreihe "Frankfurt im Film" (1)
Luminale Nordend, Licht und Kultur rund um die untere Bergerstraße
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Eintritt frei! Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Christuskirche am Merianplatz statt.
What is a Minute, Lumiere?
eine dokumentarische Filmmontage von Felix Lenz (2009 / 48 Min.)
„What is a minute, Lumière?” zeigt 24 Stunden Frankfurt in 48 einminütigen Einstellungen, die jeweils der Tageszeit entsprechende Alltagsvorgänge sichtbar machen. Stadtsinfonie und Bildauffassung der Lumières werden miteinander verbunden, und der expressive Soundtrack von Michael Bölter lässt auch die Ohren nicht zu kurz kommen. „Lumière” zeigt so unser Gegenwartsleben in seinen Kreisläufen, Energien und in seiner Fremdartigkeit.
Regisseur Felix Lenz wird zur Veranstaltung anwesend sein.
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Weitere Kurzfilme ergänzen das Programm.
(kein Filmgespräch)
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Dienstag, 20. April 2010, 20 Uhr
Naxoshalle
Filmreihe "Winners & Loosers" (3)
ein Dokumentarfilm von Claus Strigel (2009 / 97 Min.)
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Im Geld schmilzt die Welt. Ob Sex, Kartoffeln oder Waffen: Das Zaubermittel Geld kann alles zu allem wandeln. Die folgenreichste Erfindung der Menschheit ist ebenso genial wie fatal, sagt der ehemalige Notenbanker und Geldforscher Bernard Lietaer: „It turns the mind into a pretzel”.Ein Zaubermittel, das alles bedeutet und doch keinerlei Wert hat. Es wird aus dem Nichts geschaffen, vermehrt sich exponentiell und bezieht seinen Wert doch durch Mangel. Hätten alle genug Geld, hätte es keinen Wert.
Es soll sich um ein Tauschmittel handeln, doch nur 2% der Billionen, die täglich um den Erdball geschossen werden, dienen dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der Philologe Jochen Hörisch zerlegt die Terminologie des Geldes und entdeckt die Religion. Kein Wunder: An beides muss man eben glauben. Angesichts der aktuellen Glaubenskrise bereitet sich Peter Spannbauer getreu seiner Erkenntnis „Gold und Silber kann man nicht essen” auf die ersten Monate nach dem Zusammenbruch des Geldsystems vor. Doch der Wie-werde-ich-reich-Guru Bodo Schäfer lehrt uns weiterhin tapfer, wie wir uns in 7 Jahren die erste Million ersparen.
Bernard Lietaer ist überzeugt davon, dass die gegenwärtigen Herausforderungen der Menschheit innerhalb des globalen monopolistischen Geldsystems nicht zu lösen sind. Seine Vision findet in einem Armenviertel am Rande des brasilianischen Fortaleza die Verwirklichung. Eine zweite, selbst erfundene Währung, der Palmas, hat in dem Viertel in mitten der Armut eine blühende Wirtschaft aufkeimen lassen. 40 solcher Banken arbeiten bereits erfolgreich in Brasilien und im Wochentakt werden neue gegründet. Selbst gedrucktes Geld funktioniert nicht nur, sondern oft auch besser. Davon zeugen tausende lokaler, ergänzender Währungen weltweit. Paul Singer, Brasiliens Staatssekretär für solidarische Ökonomie, bringt die Sache auf den Punkt: Wir müssen die Macht über unser Geld zurückgewinnen.
Im Anschluss Filmgespräch
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Dienstag, 27. April 2010, 20 Uhr
Naxoshalle
Filmreihe "Frankfurt im Film" (2)
ein Film von Joachim Faulstich und Georg M. Hafner (BRD 1991 / 45 Min.)
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“Todeszone” entstand fünf Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl und wurde erstmals im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt. Ausgangspunkt des dokumentarisch-fiktiven Szenarios ist ein angenommener GAU (größter anzunehmender Unfall) im Kernkraftwerk Biblis A. Biblis gilt als eines der störanfälligsten Atomkraftwerke der Bundesrepublik. Bei einem schweren Störfall im Dezember 1987 hätte ein offen stehendes Ventil beinahe eine Kernschmelze ausgelöst.
“Todeszone” zeigt, welche Folgen ein solcher Reaktorunfall für die Bewohner der Region hätte und was sich anschließend im Rhein-Main Gebiet und Frankfurt abspielen würde. Die Handlung orientiert sich dabei an Katastrophenschutzplänen und Evakuierungsanordnungen, wie sie im Ernstfall in Kraft träten, außerdem an den Berechnungen, Kalkulationen und Simulationen von Experten, die ebenfalls im Film zu Wort kommen. Ein Ergebnis beispielsweise ist: Die radioaktive Wolke zieht fast immer in Richtung Frankfurt.
Vor einigen Jahren hatten Parlament und Regierung den Atomausstieg beschlossen: Im Jahr 2010 sollte Biblis A vom Netz genommen werden. Nun gibt es Hinweise auf Vereinbarungen zwischen RWE, der Betreiberin dieses Reaktors, und der jetzigen Bundesregierung über eine Laufzeitverlängerung des ältesten Reaktors der Bundesrepublik Deutschland. Thema und Film sind deshalb leider immer noch aktuell.
Anschließend: Ausschnitte aus der damals auf die Ausstrahlung im hr folgenden Fernsehdiskussion
Filmgespräch mit
- Regisseur Joachim Faulstich (angefragt)
- n.n.
Moderation: Elke Peters, naxos. KINO IM THEATER
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