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Di. 07.07. 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Katrin Rothe

D 2014, 44 Min. - vorab wird ein Kurzfilm gezeigt -

Mehr als ein Jahr hat die Dokumentarfilmerin Katrin Rothe (Grimmepreisträgerin 2014) den Kampf um die Nutzung und Gestaltung des Thälmannparks in Berlin mit der Kamera begleitet. Im Widerstreit von Investoren, Politik, Behörden und den betroffenen Bewohnern dokumentiert die Reportage das neue Selbstbewusstsein der Bürger: Sie fordern vehement politische Unterstützung und sind gegen den Ausverkauf kommunaler Grundstücke.

Die beiden Gäste zum Filmgespräch sind Katrin Rothe, Filmemacherin aus Berlin, und Anette Mönich, Zukunft Bockenheim


aelterwerden Kooperationsveranstaltung mit dem Jugend- und Sozialamt Frankfurt im Rahmen der Aktionswochen Älterwerden 2015



Di., 14.07. 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Stefan Pohl

D 2014, 60 Min.

Oft wird Graffiti mit Schmiererei assoziiert, was dem Ansatz der Akteure widerspricht. Wie in der angewandten Kunst versuchen die meisten einen eigenen Ausdruck und eine Ästhetik zu entwickeln. Egal, ob in der Schnelle und dem Schutz der Nacht oder in tagelanger Arbeit in der Öffentlichkeit. Das tun sie meist mit extremer Hingabe durch stundenlanges Zeichnen auf Papier und durch das Sprühen an legalen Wänden. Die meisten investieren viel Zeit und auch Geld in ihre Weiterentwicklung. Aber was man bei der ganzen Diskussion um die Kunst nicht vergessen darf – Graffiti ist auch ein großes soziales Netzwerk. Wie in vielen anderen Subkulturen auch ist ein großer Teil der Szene extrem gut vernetzt. Und genau diese ganzen Facetten möchte der Film dem Zuschauer näher bringen.

Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit mit Stefan Pohl, einem Protagonisten und einem Dozenten der Hochschule für Gestaltung, Offenbach (angefragt) über diesen Film ins Gespräch zu kommen.


Di., 21.07. 19:00 Uhr:
Führung durch die Naxos-Halle - 19:30 Uhr Filmbeginn
Reihe: Architektur im Dokumentarfilm
DIETER MARCELLO

"ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR"

Wir empfehlen eine frühzeitige Platzreservierung

USA, Deutschland, Italien, Schweiz u.a., 1993, 84 Min.

Ein Film über Leben und Werk von Albert Kahn, amerikanischer Architekt deutsch-jüdischer Ab-stammung. Ein Mosaik von Bildern aus der Autometropole Detroit, aus Rußland und Italien, mit der Musik von Charles Ives und zum Teil unbekannten Achivfilmen aus den USA und der Sowjetunion.

Albert Kahns Bauten rund um die nördliche Hemisphäre sind Ausdruck der Hoffnungen und der Enttäuschungen unserer Industriemoderne; sie hatten entscheidenden Anteil am Verlauf und am Ausgang beider Weltkriege, und sie prägten das Neue Bauen des 20. Jahrhunderts. Die Ästhetik der - von der Adaption der italienischen und französischen Renaissance beeinflussten - Industriearchitektur Albert Kahns wurde von den führenden Köpfen des deutschen Bauhauses mit enthusiastischer Begeisterung übernommen. Sie beeinflusste, mit der wachsenden Verbreitung des Internationalen Stils, die Ästhetik der Architektur des 20. Jahrhunderts als Ganzes.

(Text: D. Marcello)

zum Weiterlesen empfohlen…

Dieter Marcello: Albert Kahn
Dieter Marcello: Albert Kahn

FILMGESPRÄCH:

DIETER MARCELLO, Filmemacher, Dipl. Soz.
Prof. D.W. DREYSSE, Architekt in Frankfurt, Lehrstuhl in Straßburg,
Prof. THORSTEN BÜRKLIN, Architekt, ebenso Frankfurt, Lehrstuhl in Münster.

WOLFGANG VOSS, naxos.KINO

In Kooperation mit der ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR führt WILLY PRAML
ab 19:00 Uhr duch die Naxos-Halle.

w.v.


Di., 28.07., 19.30 Uhr
Naxos-Halle
Roland Blum

D 2014, 96 min.

1990 beschließt der Filmemacher Roland Blum seine Eindrücke, der sich rasant verändernden DDR filmisch festzuhalten. Marode Industrieanlagen, vergiftete Flüsse, verpestete Luft. Ihm wird klar, dass dieser Staat 1989 kurz vor dem ökologischen Zusammenbruch stand. Umweltgruppen, die eine gesunde Umwelt für sich und ihre Kinder forderten hatten wesentlichen Anteil an der Revolution, die zum Ende der DDR führte. 2000 und 2013 filmte Blum wieder an den gleichen Orten die Veränderungen, Negatives und auch Positives. Zeitzeugen berichten. Familienbetriebe, die überlebt haben, früher unbewohnbare Stadtviertel, die heute das Herz Leipzigs sind und auch die Elbe, die sich langsam wieder erholt. Eine aufschlussreiche Umwelt-Dokumentation, eine einzigartige Langzeitstudie.


Anschließendes Filmgespräch mit  Roland Blum  und N.N.


Di., 04.08., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Marina Kem

D 2014, 100 Min.

Ein Film über Versöhnung, Abschied und Verbundensein. Er dokumentiert Marina Kems Suche nach der Geschichte ihres Vaters. Ihr Vater, Dr. Ottara Kem hatte nie über seine kambodschanische Herkunft gesprochen. Auf Fragen reagierte er mit Schweigen. Er war 1965 zum Studieren in die DDR gekommen und dort geblieben. Erst auf dem Sterbebett sprach er von seiner Heimat und seiner Familie. Er wünschte sich dort begraben zu werden. Für die Tochter beginnt damit eine intensive, versöhnliche und poetische Reise. Sie lässt Zeitzeugen, Briefe und Fotos an seiner statt sprechen. Auf den Spuren seines Lebens gelangt sie immer tiefer in die Geschichte der Ideologiekriege  der letzten 50 Jahre und findet am Ende eine neue Familie in Kambodscha und Versöhnung mit ihren Wurzeln.

Zum Gespräch erwarten wir die Regisseurin Marina Kem


Di., 11.08., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Koproduktion 2015, 90 Min.

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken. Uns Steuerzahlern und sozial Benachteiligten hingegen werden bis heute alle milliardenschweren Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell auf Kosten der Demokratie!

Zu anschließenden Gespräch kommen die Regisseurin Leslie Franke und der Autor
Herdolor Lorenz  sowie Hans Möller, Arbeitskreis „Weltwirtschaft und Finanzen“ von Attac Frankfurt
Moderation: Florian Schwinn/HR


Gefördert durch:
GLS BANK