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Am 3. März startet das naxos.Kino in eine neue Kinosaison. Es erwarten Sie wieder viele interessante Dokumentarfilme und Gespräche.

z.B. zum Auftakt

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Dienstag, 03. März 2015 19.30 Uhr
Naxoshalle
Musik im Dokumentarfilm
Daniel Siebert

D 2013 / 100 Minuten

erzählt die Geschichte der Frankfurter META-BAND und portraitiert deren psychisch kranke Mitglieder, die tiefe Einblicke in eine sonst sehr verschlossene Welt gewähren: Das Leben im Sog der Psychose. Der Film lebt durch die besondere Nähe zu seinen herausragenden Protagonisten, die schonungslos offen von ihrem Dasein jenseits der Norm berichten, Grenzen zwischen “Normalität” und “Wahnsinn” verschwimmen lassen und den Betrachter vor die Frage stellen “was ist normal, was ist verru?ckt?”. Er ist eine Ode an liebenswert-kauzige und eigenwillig-geniale Charaktere, deren Lebensmut tief beeindruckt und die sich im Laufe der Handlung – allen Widrigkeiten zum Trotz – gemeinsam auf eine spannende Heldenreise begeben: Nach über 15 Jahren Psychiatrie-Bandgeschichte fiebern sie ihrem ersten öffentlichen Auftritt entgegen.

Meta-Morphose


Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit mit dem

Regisseur Daniel Siebert,

mit Sebastian Zwang, der für Dramaturgie und Schnitt verantwortlich zeichnet,

mit einem der Protagonisten

und mit einem Mitglied der Fachgruppe Psychiatrie ins Gespräch zu kommen.


Trailer: http://www.schnittstelle-net.de/04-showroom/dokumentarfilme/doku-meta-morphose/


Di., 10. März, 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Andreas M. Dalsgaard

2013   80 min
Seit über 40 Jahren steht für den Architekten und Städteplaner Jan Gehl das Leben der Menschen in Großstädten im Mittelpunkt seiner visionären und revolutionären Arbeit. Jan Gehl und seine Kollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, neues Leben in die Innenstädte zu bringen, sie wieder lebenswert zu machen. Ihre Städteplanung zielt auf die Optimierung der Beziehung zwischen gebauter Umwelt und der  und der Lebensqualität ihrer Bewohner. Sie wollen die Großstädte von der Überflutung durch Autos bewahren, Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer schaffen, öffentliche Plätze „zurückerobern”.


Di., 17. März, 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Die Schöpfung bewahren
Roland Blum

D 2014    101 min
Im Frühjahr 1990, kurz nach dem Untergang der DDR, begann der Kameramann und Filmemacher Roland Blum eine sehr persönliche Reise von Bitterfeld über Leipzig bis zum Brocken. 2003 und 2013 hat er die Reise wiederholt.

Mitgift

Bild: Chemiefabrik Espenhain südlich von Leipzig, die „schlimmste Dreckschleuder“ der DDR

In den „Silbersee“ bei Wolfen ragen dicke Rohre, aus denen sich die giftigen Abwässer der benachbarten Filmfabrik ergießen. Gleich daneben wohnen Menschen. In der Region Bitterfeld lösen Chlorpartikel in der Luft die Feinstrumpfhosen der Damen auf. In Leipzig und Umgebung leiden viele Kinder an chronischer Bronchitis, das stark gechlorte Trinkwasser muss stundenlang abgekocht werden
Die gleiche Reise wiederholte Blum in den Jahren 2000 und 2013 und dokumentierte die er-staunliche Wandlung. Wo noch vor zwanzig Jahren große Fabriken standen, aus deren Schornsteinen gelb-grauer Rauch aufstieg, stehen heute begrünte Wohnanlagen. Fassaden, von Abgasen eingerußt, erstrahlen wieder in freundlichen Farbtönen. Teiche, die aufgrund maroder Rohre einer Chemiebrühe glichen, sind heute wieder klar.
„Selbst wenn alles zementiert wirkt, man kann auch eine festgefahren erscheinende Welt
verändern – und das sogar friedlich.“ (Filminfos: www.mitgiftderfilm.de)


Zum Filmgespräch erwarten wir den Regisseur Roland Blum

und Prof. Hans Dieter Knapp, Landschaftsökologe an der Uni Greifswald und an der Internationalen Naturschutz-Akademie auf der Insel Vilm.

Moderation: Florian Schwinn (hr2)