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Di. 26.5.2015 - 19:30 Uhr
Naxos-Halle
überLeben
drei Kurzfilme der Deutsch- Polnisch-Ukrainischen Ges.e.V. / UKR 2011-2013 / ca.75 Min

in Zusammenarbeit mit Eltern für Schule e.V.

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UKR 2011-2013 / ca.75 Min

Ein Inklusionsprojekt in Kiew unter der Schirmherrschaft von Volker Schlöndorff

Wir zeigen drei Kurzfilme der Deutsch- Polnisch-Ukrainischen Gesellschaft e.V.  zur Entstehung des Zentrums für Kinder in Not „Our Kids“ in Kiew sowie das künstlerische „Our Kids“ Inklusionsprojekt.

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“Our Kids” ist ein Pionier­Projekt der Berlinerin Barbara Maria Monheim, das von der Deutsch­Polnisch­Ukrainischen Gesellschaft e.V in Kiew getragen wird.

Das Zentrum “Our Kids” (www.ourkids.eu/en/) unterstützt seit 2007 Kinder und Familien in Not und verhindert, dass Kinder marginalisiert und ohne elterliche Fürsorge aufwachsen.

Nach jahrelanger Aufbauarbeit leben heute sechs bis acht Kinder­ und Jugendgruppen in Sozialfamilien in drei Häusern auf einem über einen Hektar großen Gelände. Das Zentrum unterstützt jährlich 50 bis 80 Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien. Zusätzlich leben aktuell 20 Jugendliche aus den ukrainischen Kriegsregionen im Zentrum.

Seit dem Herbst 2012 realisiert die Deutsch-Polnisch-Ukrainische Gesellschaft e.V. ein sozial-kulturelles Inklusionsprojekt in Kiew, im Rahmen dessen Kinder, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden bzw. die Traumata erlebt haben, ihren eigenen Körper (neu) kennenlernen sowie eigene künstlerische Talente in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Zirkus, und Design entdecken. Die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wurde während des ersten Projektzyklus (bis Oktober 2013) von einem Kamerateam begleitet. Lina Schuller stellte das gesammelte Material zu einem Dokumentarfilm zusammen (Schnitt: Tymnah Pyka).

Der Film erzählt über einen Zeitraum von 10 Monaten die Entstehungsgeschichte einer Show (110 Kinder) mit Tanz und Gesang, die Volker Schlöndorff zusammen mit Psychologen und Betreuern sowie dem Choreographen Marc Bogaerts entwickelt hat. Die Kinder im Projekt proben gemeinsam mit den Schülern einer Ballettschule, einer Zirkusschule und eines Box Clubs. Zudem zeigten wir die Aufführung der Kinder im Kiewer Iwan-Franko Theater.

Zum Gespräch erwarten wir: Barbara Monheim, Volker Schlöndorff, Willy Praml

unterstützt durch:

elternfuerschuleev




Di., 02.06., 20:00(!) Uhr
Naxos-Halle
Katsumi Sakaguchi

Nippon Connection Filmfestival

Japan 2014, 93 Min., OmeU


Der Tod der Tochter und des Ehemannes stürzen die 78jährige Suchie Sakaguchi in eine schwere Krise – Depression und Panikattacken bekämpft sie zunehmend mit Beruhigungsmitteln. In der Hoffnung neuen Lebensmut in vertrauter und familiärer Umgebung zu finden, gibt Suchie ihre Wohnung auf und zieht nach 38 Jahren zurück in ihre Heimatstadt. Über vier Jahre hat der Dokumentarfilmer Katsumi Sakaguchi seine Mutter auf diesem schweren Weg mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein berührendes und liebevolles Porträt, trotz der schonungslos ehrlichen Darstellung von Tiefpunkten ihrer Depression.


In Kooperation:

nippon


Di., 09.06, 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Über-Leben
Simone Jung

D 2013, 90 Min.
Natalie ist praktisch taub. Trotzdem spricht sie, als könne sie hören, lebt und arbeitet unter Hörenden. Auch wenn sie von den Lippen ablesen kann, entgeht ihr die Welt der Töne, Geräusche und vernehmbaren Worte. Eindrücklich beschreibt die Autorin das Leben dieser jungen Frau: Mit einunddreißig Jahren beschließt Natalie, sich ein Cochlea-Implantat einsetzen zu lassen. Ähnlich wie bei einem Neugeborenen wird dann ein Klangwust über sie hereinbrechen. Sie muss hören lernen, nach und nach jedem Geräusch, jedem Wort die richtige Bedeutung zuordnen. Während die Operation näher rückt, kämpft sie mit ihren Zweifeln: Wird Sie dieser Herausforderung gewachsen sein? Die außergewöhnliche Geschichte einer Frau, die trotz vieler Widerstände ihren Weg geht.

Anschließendes Filmgespräch mit der Regisseurin Simone Jung, der Protagonistin Natalie und Sebastian Zwang (Filmschnitt).


Di., 16.06., 19.30 Uhr
Naxos-Halle
Jean-Gabriel Périot

F/CH/D 2015, 93 Min.

Am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg in Berlin von der Polizei erschossen. Dies war der Start-Schuss (!) für die ‚68er Bewegung‘. Anlässlich dieses  Jahrestages zeigen wir diesen Film. Das Filmmaterial ist z. T. bekannt – das Besondere ist der Blick des französischen Regisseurs von außen auf die jüngste deutsche Geschichte. Sein Film dokumentiert den Konflikt zwischen Staat und RAF, der zugleich ein Krieg der Bilder war. Pe?riot schneidet die Positionen kunstvoll gegeneinander zu einem vielstimmigen Kaleidoskop. Darunter zahlreiche Filmzitate, Studentenfilme und Reportagen von Ulrike Meinhof, die seitdem nie wieder gezeigt wurden.

Zum Filmgespräch haben wir u. a. Daniel Cohn-Bendit angefragt.


Di., 23.6., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Musik im Dokumentarfilm
Viviane Blumenschein

D/A/F 2013, 84 Min.
Wer hat den Tango erfunden? “Die Finnen natürlich!”, das jedenfalls behauptet Aki Kaurismäki, der berühmte finnische Filmregisseur. Drei argentinische Musiker wollen das nicht glauben und machen sich auf heitere Spurensuche im fernen Finnland. Dabei stoßen sie vor allem auf einsame Seen, Wälder, eine mobile Ein-Mann-Sauna -  spüren schließlich aber doch noch die lokalen Größen der finnischen Tango-Szene in ihren Küchen und Wohnstuben auf.
Die Regisseurin Viviane Blumenschein begleitet in ihrem mehrfach ausgezeichneten Roadmovie die drei Argentinier auf ihrer skurrilen Spurensuche, die am Ende nur zeigt: es ist völlig egal, wer den Tango erfunden hat, wenn man gemeinsam Musik machen und sich schöne Geschichten erzählen kann!

Zum Filmgespräch erwarten wir die Regisseurin Viviane Blumenschein, den Finnlandkenner und Kabarettisten Bernd Gieseki sowie Gregor Praml (angefragt), Musiker und Tango-Spezialist.


Di., 30.06., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Über-Leben
Rebecca Cammisa

USA 2009, 82 Min.

Aus der Sicht seiner jungen Protagonisten erzählt der für den Oscar nominierte Dokumentarfilm “Kinder auf der Flucht” vom Schicksal Minderjähriger, die alleine tausende Kilometer auf den Dächern maroder Güterzügen mitfahren, um illegal ins “gelobte Land” USA zu gelangen und dort ihre Familie zu finden oder einen Job zu ergattern. Mut und Heimweh, Tränen und Träume sind ihre Begleiter. Sechs Jahre sind Rebecca und ihr Team den Kindern auf ihrer lebensgefährlichen Reise quer durch Honduras, El Salvador und Mexiko gefolgt.

Die Diskussionsgäste werden noch bekannt gegeben.