+ + + Zugang nur über die Waldschmidtstraße + + +


+ + + 10 Jahre naxos.KINO! + + +


Di. 05.05. 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Thomas Balmès

F 2010, 78 Min.

Ein Film über Kinder in ihrem ersten Lebensjahr, eine filmische „Suite“ mit Tönen, Musik und Bewegung, die auf erklärenden Text verzichtet.

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Die vier Hauptdarsteller aus Namibia, Japan, der Mongolei und den USA nehmen uns mit in völlig unterschiedliche Kulturen, und wir stellen fest: Kinder sind von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten, die die Welt um sie herum aktiv begreifen, ganz gleich, ob diese Welt aus einer Ziegenherde und neun Geschwistern oder einer Kinder-Yogagruppe besteht. Wo es Geborgenheit und Zuwendung gibt, kann Streit verkraftet werden. Die ersten Erfahrungen und die Überraschung, die sich dabei auf ihren Gesichtern zeigt, übertragen sich auf die Zuschauer: Sie sehen die Welt um sich herum noch einmal mit neuen Augen.


Im Anschluss an den Film diskutieren wir mit Dr. Facko Taoré, Historiker und Musiker aus Mali, und Dr. Isabell Diehm, Erziehungswissenschaftlerin an der Goethe Universität.


Sonntags-Matinee am 10. Mai 2015 um 12.00 Uhr
Naxos-Halle
Zerreißprobe Palästina (2)
Carmen Butta

Gastspiel des Palästina-Forums Frankfurt in der Naxoshalle

Federnd gleiten sie zerschossene Wände hoch, balancieren auf bombardierten Dächern, schlagen Salti und Pirouetten in der Luft, hüpfen von Mauer zu Mauer, rennen weiter, immer weiter bis zum Strand. Sie sind die fliegenden Jungen vom Gaza-Streifen, die durch Akrobatik aus ihrem eingesperrten Alltag ausbrechen. “Parkour” heißt ihre Leidenschaft:

fliegendenjungsdie Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neue Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gazastreifen ist Parkour auch eine Rückeroberung des abgeriegelten Lebensraums, in dem die strengen Sittenwächter der Hamas moderne Kunst, Tanz und westliche Musik verbieten. Auch Parkour beäugen die fundamentalistischen Islamisten argwöhnisch als Mode des dekadenten Westens. “Doch wir fliegen über Belagerung und Bevormundung hinweg”, sagen die elf Jungen, Parkour ist ihre Art, sich aufzulehnen und allen, die ihr Leben eingrenzen wollen, zu trotzen. “Parkour gibt unserem Leben einen Sinn”, sagen sie, “Parkour macht uns stolz, stärker, selbstbewusst”.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt u. a. mit der Regisseurin Carman Butta und der Palästinenser Hasem Nazza.
Weitere Teilnehmer werden noch bekanntgegeben,
Moderation: Wolf Lindner


Di 12.5.2015 - 19:30 Uhr
Naxos Halle
Martin Keßler, D 2005/2015, Filmausschnitte

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Gibt es eine neue Wut? Wen befällt sie? Kann der selbe Mensch abwechseln wütend und niedergeschlagen sein? Braucht man 10 000 Polizisten, um die Wut im Zaume zu halten und warum gelingt es trotzdem nicht? Und was hat Blockupy mit Pegida zu tun?

Fragen, zu denen wir Dokumentarfilme machen und gemacht haben. In den letzten 10 Jahren: zu der Wut über Hartz IV, die hessischen Studiengebühren, den G 8 - Gipfel Heiligendamm, die Wirtschafts – und Finanzkrise, die fortschreitende Zerstörung des Planeten. Und dabei ist uns außer Wut immer auch viel Ohnmacht begegnet. Und Arroganz. Vor allem von denen, die die Macht haben und die davon reden, dass es keine Alternativen gibt.

Diskutieren Sie mit uns über die alte und die neue WUT. Wir zeigen Ausschnitte aus unseren Dokumentarfilmen und unveröffentlichtes Material.

Und unter welchen Bedingungen man heute noch politischen Dokumentarfilm machen kann.

U. a. mit Filmemacher Martin Keßler, Prof. Dr. Peter Grottian (attac), Michael Erhardt (Vors. IGM FFM), Mike Josef (SPD - Vors. FFM), Harald Rein (Frankfurter Arbeitslosenzentrum), Prof. Dr. Hans See (Business Crime Control), Dr. Ulrich Wilken (MdL DIE LINKE), MontagsdemonstrantInnen und AktivistInnen von Occupy / Blockupy. Und vor allem auch mit Ihnen, dem Publikum.


Di 19.5.2015 - 19.30 Uhr
Naxos-Halle
Anders Østergaard und Erzsébet Rácz, DK 2014, 90 Min.

1905-1989

Nur die wenigsten wissen, dass der Fall des Eisernen Vorhangs im Herbst 1989 in Ungarn vorbereitet wurde. Dort spitzt sich der Machtkampf zwischen Reformern und Hardlinern bereits im Frühjahr 1989 weiter zu. Als der junge ungarische Ministerpräsident Miklós Németh beschließt, den Eisernen Vorhang zwischen Ungarn und Österreich abzubauen, ist das eine Provokation für seine Parteigenossen im In- und Ausland. Und ein Hoffnungsschimmer für viele DDR-Bürger.

Zum Filmgespräch erwarten wir den Regisseur Anders Ostergaard und ZDF-Redakteure Martin Pieper und Dietmar Schumann (er war 1989 in Ungarn Korrespondent für den Deutschen Fernsehfunk DDR und hat die Ereignisse, die der Film schildert, persönlich miterlebt)


Di. 26.5.2015 - 19:30 Uhr
Naxos-Halle
überLeben
drei Kurzfilme der Deutsch- Polnisch-Ukrainischen Ges.e.V. / UKR 2011-2013 / ca.75 Min

in Zusammenarbeit mit Eltern für Schule e.V.

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UKR 2011-2013 / ca.75 Min

Ein Inklusionsprojekt in Kiew unter der Schirmherrschaft von Volker Schlöndorff

Wir zeigen drei Kurzfilme der Deutsch- Polnisch-Ukrainischen Gesellschaft e.V.  zur Entstehung des Zentrums für Kinder in Not „Our Kids“ in Kiew sowie das künstlerische „Our Kids“ Inklusionsprojekt.

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“Our Kids” ist ein Pionier­Projekt der Berlinerin Barbara Maria Monheim, das von der Deutsch­Polnisch­Ukrainischen Gesellschaft e.V in Kiew getragen wird.

Das Zentrum “Our Kids” (www.ourkids.eu/en/) unterstützt seit 2007 Kinder und Familien in Not und verhindert, dass Kinder marginalisiert und ohne elterliche Fürsorge aufwachsen.

Nach jahrelanger Aufbauarbeit leben heute sechs bis acht Kinder­ und Jugendgruppen in Sozialfamilien in drei Häusern auf einem über einen Hektar großen Gelände. Das Zentrum unterstützt jährlich 50 bis 80 Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien. Zusätzlich leben aktuell 20 Jugendliche aus den ukrainischen Kriegsregionen im Zentrum.

Seit dem Herbst 2012 realisiert die Deutsch-Polnisch-Ukrainische Gesellschaft e.V. ein sozial-kulturelles Inklusionsprojekt in Kiew, im Rahmen dessen Kinder, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden bzw. die Traumata erlebt haben, ihren eigenen Körper (neu) kennenlernen sowie eigene künstlerische Talente in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Zirkus, und Design entdecken. Die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wurde während des ersten Projektzyklus (bis Oktober 2013) von einem Kamerateam begleitet. Lina Schuller stellte das gesammelte Material zu einem Dokumentarfilm zusammen (Schnitt: Tymnah Pyka).

Der Film erzählt über einen Zeitraum von 10 Monaten die Entstehungsgeschichte einer Show (110 Kinder) mit Tanz und Gesang, die Volker Schlöndorff zusammen mit Psychologen und Betreuern sowie dem Choreographen Marc Bogaerts entwickelt hat. Die Kinder im Projekt proben gemeinsam mit den Schülern einer Ballettschule, einer Zirkusschule und eines Box Clubs. Zudem zeigten wir die Aufführung der Kinder im Kiewer Iwan-Franko Theater.

Zum Gespräch erwarten wir: Barbara Monheim, Volker Schlöndorff, Willy Praml