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+ + + 10 Jahre naxos.KINO! + + +


Di., 04.08., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Marina Kem; D 2014; 100 Min

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D 2014, 100 Min.

Ein Film über Versöhnung, Abschied und Verbundensein. Er dokumentiert Marina Kems Suche nach der Geschichte ihres Vaters. Ihr Vater, Dr. Ottara Kem hatte nie über seine kambodschanische Herkunft gesprochen. Auf Fragen reagierte er mit Schweigen. Er war 1965 zum Studieren in die DDR gekommen und dort geblieben. Erst auf dem Sterbebett sprach er von seiner Heimat und seiner Familie. Er wünschte sich dort begraben zu werden. Für die Tochter beginnt damit eine intensive, versöhnliche und poetische Reise. Sie lässt Zeitzeugen, Briefe und Fotos an seiner statt sprechen. Auf den Spuren seines Lebens gelangt sie immer tiefer in die Geschichte der Ideologiekriege  der letzten 50 Jahre und findet am Ende eine neue Familie in Kambodscha und Versöhnung mit ihren Wurzeln.

Zum Gespräch erwarten wir die Regisseurin Marina Kem


Di., 11.08., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Leslie Franke und Herdolor Lorenz; Koproduktion 2015; 100 Min

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Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken. Uns Steuerzahlern und sozial Benachteiligten hingegen werden bis heute alle milliardenschweren Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell auf Kosten der Demokratie!


Zum anschließenden Gespräch kommen die Regisseurin Leslie Franke und der Autor
Herdolor Lorenz  sowie Hans Möller, Arbeitskreis „Weltwirtschaft und Finanzen“ von Attac Frankfurt
Moderation: Florian Schwinn/HR


Gefördert durch:
GLS BANK


Di., 18.08., 19:30 Uhr
Naxos-Halle
Frankfurt im Dokumentarfilm
R: Otto Schweitzer, Eckhard Herrel, C. Julius Reinsberg.

Sonderveranstaltung der Ernst-May-Gesellschaft

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D 2015., 90 Min.
Beim Namen Ernst May denkt man wohl in erster Linie an das Neue Frankfurt.

Innerhalb von nur fünf Jahren schuf der Architekt und Städtebauer für dieses Projekt zwischen 1925 und 1930 rund 15.000 Wohnungen, avantgardistische öffentliche Bauwerke und eine zeitgemäße soziale Infrastruktur. Er selbst sprach von der „Revolution des Großstädters“, die er seiner Vaterstadt Frankfurt damit ermöglichte. Doch das Neue Frankfurt machte nur einen kleinen Teil des OEuvres Ernst Mays aus.

In den 1930er Jahren führte ihn seine Arbeit in die Sowjetunion, wo er vor dem Hintergrund der forcierten Industrialisierung moderne Arbeiterstädte aus dem Boden stampfte.

Anschließend war er 20 Jahre als Privatarchitekt in Ostafrika tätig. Hier realisierte er nicht nur avantgardistische Villen für wohlhabende europäische Siedler, sondern übertrug mit der Erweiterung der Stadt Kampala auch sein städtebauliches Können in den afrikanischen Kontext.

Der Film spürt dem Schaffen Ernst Mays auf den drei Kontinenten nach. Vom Frankfurter Stadtteil Ginnheim bis zur Industriestadt Magnitogorsk im Ural, von Arusha am Kilimandscharo bis zum sibirischen Novokuzneck, überall fand das Team um den Frankfurter Filmemacher Otto Schweitzer bauliche Spuren Mays und hielt sie filmisch fest.
(Text: Deutsches Filminstitut)

Filmgespräch mit: Otto Schweitzer, Eckhard Herrel, C. Julius Reinsberg

Moderation: Wolfgang Voss


Dienstag - 25.08.2015 - 19:30
Naxos-Halle
Musik im Dokumentarfilm
Daniel Siebert; D 2006; 60 Min

Helmut Wenske wird einige seiner Kunstwerke zum Verkauf anbieten

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Vom rebellischen Halbstarken zum Kulissenmaler für Striptease-Shows und Rock-Clubs, vom innovativen Coverdesigner psychedelischer Bands zum international gefeierten Underground-Maler, vom viel beachteten Illustrator von Science-Fiction-Literatur zum anerkannten Kultautor und literarischen Chronisten der deutschen Rockgeschichte: Helmut Wenske hat viele Gesichter,

ist faszinierendes Unikum und schillernder Underdog, ist zugleich einer der bedeutsamsten deutschen Maler der Nachkriegszeit wie der bis dato vielleicht authentischste Rock ‘n’ Roller, den diese Republik je zu Gesicht bekam – vor allem aber ist er eins: Rebell. Der Film ist zugleich bilderreiche Künstlerbiographie wie klangvolle Rockdocumentary – und nicht zuletzt auch psychologische Studie, die einer turbulenten Biographie voller Ab- und Umbrüche auf den Grund geht, einem Leben zwischen Genie und Wahnsinn.

Zum Filmgespräch werden  Helmut Wenske und seine Frau, sowie der Regisseur Daniel Siebert kommen.


Di. 01.09. 19:30 Uhr
Christoph Boekel

Gefördert durch Kulturamt Stadt Frankfurt

l, D 1982, 106 Min

Dieser Film dokumentiert, wie in den 50er Jahren die Wiederbewaffnung der BRD mit Lügen und  undemokratischen Methoden gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Berichte des Remilitarisierungsgegners Oskar Neumann. Bei den gewaltigen Demonstrationen gab es in Essen den ersten politischen Toten nach der Befreiung. Bis weit in die 80er Jahre wurden diese Ereignisse in den Medien unterdrückt.
So wurde auch der Examensfilm von Regisseur Christoph Boekel mit dem Titel „Der lange Atem“ von der Bayerischen Landesregierung und der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München verboten und kam in den „Giftschrank“ des Bundesarchivs in Koblenz. Wegen des Filmes drohte dem jungen Regisseur das Nicht-Bestehen des Studienabschlusses an der HFF München. Aber die „Begründungen“ des Staates waren so hanebüchen und haltlos, dass Boekels Rechtsanwalt einen Vergleich erreichte: Der Film „Der lange Atem“ bleibt im Giftschrank, aber Boekel bekommt die Urheberrechte zugesprochen. So konnte er den Film erneut schneiden, geringfügig verlängern und veröffentlichen – mit dem ironischen und trotzigen Titel „Der längere Atem“.

Zum Filmgespräch kommen Christoph Bökel und Eckart Dietzfelbinger, dessen Spezialgebiet die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik Deutschland ist, sowie Bruno Schoch von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.
gefördert durch:

frankfurt


Di. 08.09. 19:30 Uhr
Stefan Haupt

Gefördert durch ROSA LUXEMBURG STIFTUNG HESSEN und STADT FRANKFURT

D/GR 2015, 105 Min.

Mit vier Jahren erlebte und überlebte der Bauernjunge Argyris in einem kleinen griechischen Bauerndorf ein Massaker der deutschen Wehrmacht und der SS, bei dem er seine Eltern und 30 weitere Angehörige verlor. Die ganze Unfassbarkeit des Krieges – wie lebt man mit einer solchen Geschichte? In den 50er Jahren kam Argyris als Waisenkind in die Schweiz und begann eine Ausbildung. Bald schon unterrichtete er an Zürcher Gymnasien, begann griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen und arbeitete später mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Seit er wieder nach Europa zurückgekehrt ist, reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her und die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger. Dieser Film ist beklemmend aktuell als Hintergrund zu der schwelenden Debatte, ob Deutschland tatsächlich Entschädigungen nach Athen zahlen muss oder soll.

Im Anschluss Filmgespräch mit Argyris Sfountouris und der griechischen Generalkonsulin aus Frankfurt (angefragt).

gefördert durch:

frankfurt


Di 15.09. 19.30 Uhr
Musik im Dokumentarfilm
Susanne Rostock

Gefördert durch ROSA LUXEMBURG STIFTUNG HESSEN und STADT FRANKFURT

USA 2010, 98 Min.

Das bewegte Leben des Harry Belafonte. Er kämpfte an der Seite von Martin Luther King Jr. für schwarze Bürgerrechte in den USA und mit Nelson Mandela gegen die Apartheid in Südafrika – weltweit bekannt wurde er mit „Daaaay-Ooo“, dem Auftakt zu dem Calypso-Hit „Banana Boat Song“. 100 Millionen Schallplatten verkaufte der mittlerweile 88-jährige Sohn karibischer Einwanderer und spielte in mehr als 40 Filmen mit. Mit lässigem Understatement, überschwänglicher Freundlichkeit und einem strahlenden Lächeln engagiert sich Belafante seit Jahrzehnten politisch – bis heute. Seine Kritik an der amerikanischen Außen- und Sozialpolitik erregt nach wie vor Aufsehen. In ihrem Film SING YOUR SONG folgt Susanne Rostock den Spuren eines außergewöhnlichen Künstlers, Aktivisten und Familienmenschen.

Die Gesprächsteilnehmer werden noch bekannt gegeben.

gefördert durch:

frankfurt