Di 29.04. 19:30
Naxoshalle
Die Schöpfung bewahren?
Josh Fox, USA, 2010, 107 Min

Gasland

Gasland

Im Mai 2008 werden dem Filmemacher und Regisseur Josh Fox 100.000 $ angeboten, um in seinem Garten Bohrungen zur Erschließung von Gasvorkommen mit Hilfe der Fracking-Technologie machen zu dürfen. Erstaunt über das verlockende Angebot informiert er sich, welche Folgen es für ihn haben könnte, dieses Angebot anzunehmen. Diese Frage bringt ihn auf eine Reise in acht Bundesstaaten mit erschreckenden und erstaunlichen Erfahrungen. Josh Fox wird unter anderem in Haushalte eingeladen, wo die Menschen ihr Leitungswasser anzünden können oder aber das Trinkwasser ungenießbar geworden ist. Der Oscar-nominierte Film “Gasland” beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Tiefbohrtechnik Fracking.

Zum Filmgespräch kommt Rudolf Schäfer, Vorstandsmitglied des BUND-Hessen, der Sie über die umstrittene Technologie aufklären wird.


Di 06.05. 19:30
Naxoshalle
"Bildung für alle“
Hella Wenders, D, 2011, 87 Min

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Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann? An der inklusiven Grundschule “Berg Fidel” gehören alle dazu: Ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt. Im Film kommen die Kinder zu Wort. Vier kleine Protagonisten erzählen mit Witz und Charme aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr als so mancher Erwachsene.

‚Berg Fidel – eine Schule für alle‘ ist ein ruhiger Film, in dem sich die Dinge selbst erklären. Irgendwie ist er sicher ein Plädoyer für die Gesamtschule, aber ein leises, das alle fünf Sinne beisammen hat und ein Weltbild im Herzen, in dem der Zusammenhalt im Mittelpunkt steht; in Berg Fidel, so der Eindruck, ist jedes dieser Kinder die vollkommenste Version seiner selbst.“  (Süddeutsche Zeitung)
An dem Filmgespräch werden die ehemalige hessische Kultusministerin Nicola Beer, die Schulleiterin der Römerstadtschule Heike Schley  und die Sprecherin vom Netzwerk Inklusion Frankfurt am Main  Alexandra Cremer teilnehmen.
Gefördert durch……………….In Kooperation mit

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Di 13.05. 19:30
Naxoshalle
"Lateinamerika"
Sarah Moll, D/Chile, 2013, 55 Min

1305buscando-la-plata-bus“Wenn Du in Deutschland arbeitslos wirst, verfällst du in Depressionen. In Chile springst Du in einen öffentlichen Bus und erzählst den Passagieren solange Witze, bis Du genug Geld für dein Abendessen beisammen hast …“ Der Dokumentarfilm handelt von Menschen in Santiago de Chile, die nichts besitzen außer ihrem Einfallsreichtum, um ihr tägliches Brot zu verdienen. Arbeitslose, Alleinerziehende und Rentner, die Volkslieder, Satire, oder Eis am Stiel im öffentlichen Bus feilbieten wie Schauspieler auf einer Bühne. Sie gelten als Bodensatz der Gesellschaft, ständig in Bewegung und auf der Hut vor der Polizei. “Buscando la plata” ist eine temporeiche Reise durch Santiago de Chile und eine Hommage an Menschen, die sich mit Einfallsreichtum und Humor über Wasser halten.

Zum Filmgespräch erwarten wir die Regisseurin Sarah Moll aus Chile.


Di 20.05. 19:30
Naxoshalle
"Überleben"
Gaby Weber, D/Argent., 2003, 90 Min

2005wunder-gibts-nicht-2Es geschah während der Militärdiktatur in Argentinien. Gewerkschafter von Mercedes Benz  Argentina wurden nachts aus ihren Wohnungen entführt, in Folterzentren verschleppt und ermordet. Es berichten die Opfer und die Manager, darunter der Folterer und Kindesräuber Rubén Lavallén, damals Sicherheitschef bei Mercedes. Die Firma hat medizinische Geräte für Frühgeburten an das Militärhospital Campo de Mayo geliefert. Dort mussten schwangere Gefangene ihre Kinder zur  Welt bringen, bevor sie ermordet wurden. Ob ein Zusammenhang mit den Morden an den Betriebsräten bestand? „Wunder gibt es nicht, Euer Ehren“, so seine Antwort. Der Film berichtet auch über die Bemühungen, die Täter vor Gericht zu bringen.

Zum Filmgespräch haben wir die Regisseurin Gaby Weber aus Argentinien und einen Vertreter der IG Metall.


Di 27.05. 19:30
Naxoshalle
Nippon Connection Filmfestival
Yoju MATSUBAYASHI, Japan, 2013, 74 Min

jap. mit engl. UT

MU_post_TT_N_olIn Minami-soma, das im 20-km Radius des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi liegt, werden alljährlich Pferde für den Beitrag gefeiert, den sie für die Landwirtschaft geleistet haben. Nach der Katastrophe von 2011 war ihr Schicksal zunächst ungewiss, da sie zwar als Kulturgut von Bedeutung waren, aber durch ihre Verstrahlung für das Festival eine mögliche Gefahr darstellten und auch für die Fleischindustrie wertlos wurden. Yoju MATSUBAYASHI wirft einen ironischen Blick auf das Schicksal der Pferde, die nun Dank der Katastrophe überleben dürfen.

Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs


Di 03.06. 19:30
Naxoshalle
"Sexualität"
Thomas Wartmann, D/Indien, 2005, 94 Min.

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Ein Film über die Hijras (Eunuchen) in Indien, die als Außenseiter am Rande der Gesellschaft ein Dasein voller Widersprüche leben, vermittelt durch die Fotografin Anita Khemka. Meist negativ besetzte Begriffe westlicher Prägung wie Eunuch, Kastrat oder Zwitter beschreiben völlig unzureichend eine Person, die in Indien als Hijra bezeichnet wird. Die Mehrheit dieser Wandlerinnen zwischen den Geschlechtern ist in häufig streng hierarchischen und stark religiös orientierten Gruppen um einen Hijra-Guru organisiert, ohne deren Rückhalt sie auf Grund weit gehender sozialer Diskriminierung kaum existieren können und innerhalb welcher sie auch Schutz vor gewalttätigen Übergriffen erhalten, die dennoch nicht gänzlich vermieden werden können. Ihre Kleidung ist weiblich, doch ihre Gestalt weist häufig männliche Züge wie starke Behaarung auf, und ihr öffentliches Auftreten ist meist sexuell exaltiert und provokant und innerhalb der indischen Gesellschaft so gefürchtet wie unvermeidlich. Drei dieser besonderen Menschen begleitet die Kamera in „Between the Lines“. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der Redaktion „Länder-Menschen-Abenteuer“ des SWR.

Zum Filmgespräch kommen der Regisseur Thomas Wartmann sowie der Sexualwissenschaftler und Autor Dr. Martin Dannecker (er lehrte als außerordentlicher Professor am Institut für Sexualwissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität).

Moderation: Dr. Andrej Bockelmann


Di 10.06. 19:30
Naxoshalle
"Frankfurt im Film"
Peter de Leuw, D, 2005, 60 Min & Jana Schlegel, Jörg Hein,Sabine Hoffmann, D, 2013, 30 Min

Zwei Filme

1006die-berger-strase-5-strasenschildDie Berger Straße hat eine optimale städtische Infrastruktur. Sie ist eine Wohnstraße mit ungezählten Geschäften vom türkischen Kitschladen bis zur anspruchsvollen Buchhandlung, vom griechischen Schuhmacher über Kneipen, Warenhäuser, das Café Wacker und den Weinkeller Dünker bis zur Äppelwoiwirtschaft „Sonne“ an der hessischen Apfelweinstraße. Die Entdeckungsreise führt weiter zum Merianbad, zur Kirche St. Josef, zum Berger Kino (ehemals der „Schützenhof) bis zum „letzten Bauer von Bornheim“. Die „Bernemer Zeil“ ist mit drei Kilometern Länge die zentrale Achse durch den Frankfurter Stadtteil Bornheim und das Nordend.
„Gallus bleibt Gallus“ von Jana Schlegel, Jörg Hein und Sabine Hoffmann, eine spannende Kamerafahrt mit Interviews durch das Gallusviertel, deren Bewohner die Gentrifizierung fürchten.

Im Anschluss das Filmgespräch mit dem Regisseur de Leuw und der Filmemacherin und Geschäftsführerin des Gallus-Zentrums Sabine Hoffmann.


Di 17.06. 19:30
Naxoshalle
"Suizid im Alter“ in Koop. mit dem Jugend- und Sozialamt Frankfurt
Dominique Gros, F, 2013, 89 Min

1706in-wuerde-sterben-3Hat der Mensch das Recht, über den Zeitpunkt seines Todes zu bestimmen und wenn ja, was ist dann die angemessene Rechtsform für diese Entscheidung? In Europa gibt es derzeit keine einheitliche Antwort auf diese Frage. Der Film von Dominique Gros, einer examinierten Krankenschwester, untersucht die medizinischen, rechtlichen und nicht zuletzt ethisch-philosophischen Aspekte der Frage, was es bedeuten könnte, „in Würde“ zu sterben.

Zum Filmgespräch kommen:  Dr. Christiane Gog, Palliativstation Uniklinik Frankfurt am Main, Helga Liedke, Mitglied des Vereins Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS)
In Kooperation mit

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Di 24.06. 19:30
Naxoshalle
Musik im Dokumentarfilm
Regie: Malik Bendjelloul, Musik: Sixto Rodriguez, Schweden/GB, 2012, 86 Min

Oscar 2013: Bester Dokumentarfilm

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Die unglaubliche Geschichte des Sixto Rodriguez.

1968 war man überzeugt, Rodriguez sei bedeutender als Bob Dylan und die Rolling Stones, doch seine Alben  floppten, sein Vertrag wurde gekündigt. So entrümpelte Rodriguez weiter Wohnungen, und arbeitete auf dem Bau.
Aber: seine Lieder gelangten auch nach Südafrika und wurden dort zum Soundtrack des Lebens in der Apartheid-Diktatur. Der Dokumentarfilm zeigt spannend die Suche zweier Südafrikaner, die Rodriguez Ende der 90er-Jahre schließlich fanden.

Filmgespräch mit: Klaus Walter, Hess. Rundfunk, ByteFM und Wolfgang Voss, naxos.KINO


Di 01.07. 19:30
Naxoshalle
"Architektur im Film"
Thomas Wartmann, D, 2003, 2x45 Min

0107_djenneDjenné ist die älteste Stadt Westafrikas. Sie liegt im Nigerdelta am Fluss Bani in Mali. Früher wurde dort Handel mit Europa und Asien getrieben. Heute leben die Bewohner der Lehmstadt als Fischer, Hirten und Bauern. Die Grand Mosqueé in Djenné ist das größte Lehmgebäude der Welt.
Yazd ist aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird. Der Film begleitet den Architektur-Professor Dr. Owlia und seine Schador verhüllten, bildhübschen Studentinnen bei Rundgängen durch die Altstadt. Unter anderem studieren sie die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mit Hilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.

Die Gäste zum Filmgespräch werden noch bekannt gegeben.