Di 31.05.2016, 19:30 Uhr
Naxos-Halle
„Musik im Dokumentarfilm“
Elisabeth Ok

D 2012, 90 Min.

Die Frankfurter Regisseurin Elisabeth Ok entdeckt in einem Keller einen Schatz: die
Hinterlassenschaften von Carlo Bohländer, einem der besten deutschen Jazztrompeter der 50er Jahre und Begründer des Domicile du Jazz, dem heutigen Frankfurter Jazzkeller – einer Institution des Jazz in Deutschland, über den viele amerikanische und internationale Künstler nach Deutschland und Europa kamen. Elisabeth Ok durfte den Schatz „heben“: Schallplatten, Zeitungsausschnitte, alte Ausgaben der Zeitschrift „Jazz“, Dokumente, Plakate, persönliche Gegenstände und eine Klarinette.

Zum anschließenden Filmgespräch erwarten wir die Regisseurin Elisabeth Ok.

Moderation: Daniella Baumeister (HR)


Di., 07.06.1016
Naxos-Halle
Ines Reinisch

D (78 Min.)

2016_06_07_garten

Der Film erzählt von den Abenteuern einer Gruppe Nachbarn in Kassel, die mit viel Motivation eine fade städtische Rasenfläche als Projekt der Dokumenta XIII  in eine öffentliche Gartenoase  verwandeln. Sie erschließen sich durch ihren Gemeinschaftsgarten eine neue Welt.


Doch das Gemüsetreiben trifft nicht auf die behördliche Zustimmung.


Die Erhaltung des Gartens wird zum Kraftakt - doch der von unbeugsamen Gärtnern bevölkerte Platz hört nicht auf, Widerstand zu leisten.

Und das Leben ist nicht leicht für Denkmalpflege und Bürokraten, die den Garten mit ihren Ämtern belagern…

Zum Filmgespräch erwarten wir die Regisseurin Ines Reinisch

und Carolin Duss vom Frankfurter Garten

Moderation: Wolfgang Voss


Di. 14.6.2016 Filmbeginn: 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „Geschichtsstunde“
Annekatrin Hendel

Kurzfilm: ZEBRA von Julia Ocker

D 2015, 92 Min.

Kein deutscher Filmregisseur war umstrittener, produktiver und besessener als Rainer Werner Fassbinder. Als er 1982 mit nur 37 Jahren stirbt, hat er die Bühne revolutioniert und 44 Filme bzw. Fernsehserien hinterlassen. Kunst, politisches Handeln und Privates waren bei ihm untrennbar miteinander verwoben. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieses Ku?nstlerlebens von unfassbar selbstzerstörerischer Kraft. Weggefährten wie Irm Hermann, Hanna Schygulla, Volker Schlöndorff u.v.m. geben ihre ganz persönliche Sicht auf Fassbinder preis und lassen den Zuschauer miterleben, wie intensiv Arbeit und Leben mit dem Filmemacher gewesen sein mu?ssen. Rare Interviewauszu?ge und Archivmaterial von Fassbinder selbst ergänzen den Film zu einem vielschichtigen Portrait.


Dem Film wird sich ein Gespräch mit Fassbinders Fans und dem Zeitzeugen Willy Praml anschließen.


Di. 21.6.2016 Filmbeginn: 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „winners&loosers“
Christiane Büchner

Animations-Kurzfilm: PAWO

D 2015, 89 Min.

In Deutschland können zwei Töchter ihre eigene Mutter nicht länger pflegen.  In Polen verlässt eine Mutter ihre Familie, um für die fremde Frau zu sorgen. Jowita zieht als Betreuerin bei Anne ein, übernimmt die Aufgabe, die ihre berufstätigen Töchter nicht leisten können: Rund um die Uhr für die Mutter da zu sein. Die alte Dame verliert zunehmend den Bezug zur Realität. Sie kann Jowita in ihrem Leben nicht einordnen. Die beiden Frauen verstehen sich nicht gut. Sie mögen sich auch nicht besonders. Die Tage werden zäh und lang für Jowita, die sich nun weit weg von der eigenen Familie in der Routine einer alten Frau wiederfindet.

Anschließendes Filmgespräch mit der Regisseurin Christiane Büchner und ExpertInnen aus der Altenpflege.


Di. 28.6.2016 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „Musik im Dokumentarfilm“
von Monika Nolte, Robert Krieg

Vorab zeigen wir einen ausgesuchten Kurzfilm

D 2012, 84 Min.

Am Stadtrand von Koblenz treffen sich für drei Tage Sinti-Musiker aus der ganzen Welt, um gemeinsam auf dem Musik-Festival ‘Djangos Erben’ zu feiern, zu trinken und den legendären Sinti-Swing zu spielen. Ein Aufeinandertreffen dreier Generationen, deren Lebensentwürfe die Vielfalt und Widersprüchlichkeit einer nationalen Minderheit widerspiegelt. Kulturelle und soziale Traditionen treffen auf moderne Phänomene wie das Internet oder Hip-Hop und zwingt die Subkultur, sich dem gesellschaftlichen Wandel dauerhaft nicht mehr zu verschließen. In Gesprächen mit beteiligten Sinti gehen die Regisseure der Frage nach, welche Zukunft eine nationale Minderheit in einer Gesellschaft hat, die immer mehr zu verschwinden bzw. sich aufzulösen droht.

Zum anschließenden Filmgespräch erwarten wir die Filmemacher, ein Mitglied der Sinti-Gruppe Frankfurt und eine Vertreterin des Integrationsdezernats.


Di 05.07. 2016 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „Geschichtsstunde“
Simon Brückner

Kurzfilm: THE ART OF FLYING von Jan van Ijken

D 2015, 118 Min.

Peter Brückner war einmal der aufregendste Professor der Republik, auch wenn sich heute kaum noch jemand daran erinnert. Der Staat warf ihn aus der Uni, weil er Ulrike Meinhof bei sich nächtigen ließ, die RAF „verbot“ sein Buch, weil er den bewaffneten Kampf gegen das System falsch fand. Als er 1982 starb, war sein jüngster Sohn Simon, der Macher dieses Films, gerade vier und hatte bei Beginn seines Doku-Projektes kaum eigene Erinnerungen an seinen Vater. Neugierig macht er sich auf die Suche nach Zeitzeugen und Dokumenten und erzählt in einem erstaunlichen Wechselschritt aus Politischem und Persönlichem eine Geschichte sowohl über seinen Vater als auch über die Außerparlamentarischen Opposition.

Zum Filmgespräch erwarten wir den Regisseur Simon Brückner sowie Heipe Weiss, ehemalig Redaktion Pflasterstrand, Bruno Pieberhofer, ehemals ASTA und Ex-Herausgeber von LISTEN.



Di. 12.07.2016 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „Frankfurt im Dokumentarfilm“
Jörg Adrian Huber

Kurzfilm: HEIMATURLAUB von D. Kiesewetter und C. Knoop

D 2007 45 Min. + D 2012 45 Min.
Die Filme von Jörg-Adrian Huber gehen auf eine Zeitreise in die dreißiger und vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts und zeigen, mit einzigartigen Filmaufnahmen das Leben in der Altstadt. Bewohner und Besucher, die ihre Kindheit und Jugend in den engen Gassen der Altstadt verbracht haben schildern ihre Eindrücke. Teile der Altstadt werden wieder gebaut. Was das Viertel aber einst für die Menschen bedeutete, das ist nur noch in der Erinnerung lebendig.

Zum Filmgespräch kommt der Zeitzeuge Rolf Schmitz („Klaa Rölfche“), der in der Altstadt aufgewachsen ist.

Moderation: Gerd Becker

Ein Filmabend in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main, Leitstelle Älterwerden im Rahmen der Aktionswochen Älterwerden in Frankfurt 2016


Di. 19.7.2016 19:30 Uhr
os Halle
Reihe: „Krieg und Frieden“
Mark Hopkins

93 Min.

Es sind keine Helden, die dort gezeigt werden. Sie haben Angst, wenn in ihrer Nähe geschossen wird. Sie verzweifeln angesichts des Leids, das sie sehen. Ungeschönt zeigt Filmemacher Hopkins die Schwierigkeiten und Dilemmata auf, mit denen die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bei ihren Einsätzen unter extremen Bedingungen oft konfrontiert sind: Der 26-jährige australische Arzt Davinder Gills verzweifelt fast angesichts der beschränkten Mittel, die ihm in einer abgelegenen Klinik im liberianischen Busch zur Verfügung stehen.  Mitten im Chaos muss jeder seinen eigenen Weg finden und mit der Realität des Projektalltags zurechtkommen.

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/ausstellung

Zum anschließenden Filmgespräch erwarten wir eine/n der Projektmitarbeiter/innen.
Moderation: Wolf Lindner


Di 26.7.2016 19:30 Uhr
Naxos Halle
Filmreihe: „Als Flüchtling überleben (1)“
Walter Steffen

Kurzfilm: DER WERT DER ARBEIT von Matthias Koßmehl und Brix Vinzent Koethe

D 2015, 83 Min.

Weltweit sind derzeit ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Alleine Deutschland erwartet in diesem Jahr mehr als 800.000 Flüchtlinge. Auch in den kommenden Jahren werden es viele Hilfe suchende Menschen sein, die getrieben von höchster Not zu uns kommen. Vier Clowns der Initiative „Clowns ohne Grenzen“ ziehen von einer Flüchtlingsunterkunft zur anderen und leisten auf diese ihre Weise wertvolle Beiträge zur Integration der Flüchtlinge – weitgehend ohne Worte.

Zum Filmgespräch erwarten wir den Regisseur und einen Vertreter von PRO ASYL